Zürich, ein Immobilien-Eldorado

Zürich, ein Immobilien-Eldorado

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Während Mieter und Wohnungssuchende unter den hohen Preisen und der Wohnungsknappheit in Zürich leiden, profitieren die Anleger. Eine Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens pwc besagt, dass Zürcher Liegenschaften zu den rentabelsten in Europa gehören.
 
Die schwierige wirtschaftliche Lage spiegelt sich auch im europäischen Immobiliensektor: Laut pwc werden bestimmte Märkte eher aufgrund ihres Potenzials als „sichere Häfen“ bevorzugt als aufgrund ihrer Wachstumsaussichten. Mehr als die Hälfte der von den Studienautoren untersuchten Städten erhielten schlechtere Investmentbewertungen als im Vorjahr. Dazu gehören Metropolen wie London, Frankfurt, Kopenhgen, Madrid und Rom.
 
Auf der Liste der höchstbewerteten Immobilienstandorte rangiert Zürich auf Platz 8, vergangenes Jahr belegte die Limmatstadt noch Rang 10. „Zürich verdankt seine Platzierung in den Topt Ten dem Image, ein stabiler Wirtschaftsstandort zu sein“, erklärt Kurt Ritz, Partner und Leiter des Branchensektors Immobilien bei pwc Schweiz. Zudem sorge eine starke Basis inländischer Käufer dafür, dass der Markt aktiv bleibe und der Wettbewerb um preisträchtige Objekte weiter spiele. Laut dem Experten rentieren in Zürich Büroimmobilien noch immer am besten, gefolgt von Verkaufsflächen.
 
Neben Zürich holten auch Warschau und Berlin im Vergleich zum Jahr 2011 auf: Warschau rückte von Platz 8 auf 3 vor, Berlin von Rang 7 auf 4. Neu unter den Top Ten vertreten ist Moskau (Vorjahr: 12). Die Rangliste führt auch dieses Jahr Istanbul an, einmal mehr gefolgt von München auf Platz 2. Schlechter als im Vorjahr schnitten folgeende Städte ab: London landete auf Platz 10 (Vorjahr: 3), Stockholm auf Platz 5 (Vorjahr: 4), Paris auf Platz 6 (Vorjahr: 5) und Hamburg auf Platz 7 (Vorjahr: 6).
 
Die Studie zeigt auch, wie Immobilienexperten in den einzelnen Ländern in die Zukunft blicken: Die Iren und Türken sind am optimistischsten. Die düstersten Prognosen stellen Franzosen, Tschechen und Portugiesen. Und wie blicken die Experten von pwc in die Zukunft? Ob sich die Situation der europäischen Immobilienmärkte verbessere, hänge unter anderem davon ab, wie sich die neuesten regulatorischen Massnahmen auf die Bereitschaft der Banken auswirkten, Kredite zu gewähren, heisst es in der Medienmitteilung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens. (mai/mgt)