Zürcher Tiefbauamt setzt auf „intensive Bauweise“

Zürcher Tiefbauamt setzt auf „intensive Bauweise“

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Dieses Jahr setzt das Tiefbauamt der Stadt Zürich bei seinen Bauvorhaben auf die sogenannte intensive Bauweise. Das heisst: Es wird im Zweischichtenbetrieb an sechs Tagen pro Woche gebaut. Und die Baugeräte kommen laut Tiefbauamt „hochkonzentriert“ zum Einsatz.

Mit der Präsentation Bauschwerpunkte des StadtzürcherTiefbauamtes wurde auch über die künftig vorgesehene so genannte intensive Bauweise informiert. Sie soll künftig bei sensiblen Bauvorhaben wie überkommunalen Verbindungsachse angewandt werden. - 2014 verbaut die Stadt Zürich bei 147 Projekten 240 Millionen Franken.

Die intensive Bauweise wurde bereits bei den Totalsanierungen an der Rämistrasse beim Bellevue und vor dem Bahnhof Stadtelhofen erfolgreich angewandt und erprobt. Deshalb will das Tiefbauamt dieses Jahr nun dort, wo es möglich und sinnvoll ist, die intensive Bauweise zum Einsatz bringen. Dies ist bei der Totalsanierung der wichtigen überkommunalen Verbindungsachse Riedtlistrasse der Fall. Bei herkömmlicher Bauweise würden die Arbeiten hier drei Jahre dauern. Durch einen hochkonzentrierten Einsatz an Baugerät und durch einen Zweischichtenbetrieb während sechs Tagen pro Woche soll sich die Bauzeit laut Tiefbauaumt auf elf Monate verkürzen. Wie das Amt mitteilt, ergeben sich bei dieser Bauweise gegenüber herkömmlicher Vorgehensweise keine Mehrkosten, wenn man die gesamtwirtschaftlichen Kosten in Betracht zieht.

Intensive Bautätigkeit um das Seebecken

Um das untere Seebecken befinden sich Hauptzubringer-Achsen zur Stadt, gleichzeitig ist dieser Raum ein Wohn- und Erholungsgebiet. Nach heutigem Planungsstand sieht das Tiefbauamt der Stadt Zürich während der nächsten fünf Jahre folgende Infrastruktur- und Sanierungsarbeiten rund um das Zürcher Seebecken vor: dieses Jahr die Sanierung des Bellevueplatzes und der Quaibrücke, ab diesem Jahr bis 2018 die Sanierung des Mythenquais, im 2017 die Sanierung und die Neugestaltung desUtoquais bzw. Limmatquais, während der Jahre 2016 bis 2017 die Sanierung des General-Guisan-Quais und von 2018 bis 2019 die Sanierung der Bellerivestrasse. Diese Vorhaben dürften zu einer grossen Belastung auch für die umliegenden Quartiere führen. (mai)