Zürcher Regierungsrat will Strassenböschungen schützen

Zürcher Regierungsrat will Strassenböschungen schützen

Gefäss: 
 
Wiesenstreifen und Böschungen entlang von Strassen weisen oft eine grosse Artenvielfalt auf. Der Zürcher Regierungsrat will besonders bedeutsame Abschnitte entlang der 1400 Kilometer Staatsstrassen im Kanton nun schützen und dazu ein Pflegekonzept erstellen.
 
Die Wiesenstreifen, im Verwaltungsjargon "Strassenbegleitflächen" genannt, werden nicht gedüngt und nicht als Landwirtschaftsfläche genutzt. Sie sind deshalb idealer Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Ein Beispiel dafür ist die Autobahnböschung in Glattfelden, die bereits im Inventar der Trockenwiesen von nationaler Bedeutung enthalten ist.
 
Der Regierungsrat ist aber überzeugt, dass es entlang der Zürcher Strassen noch zahlreiche weitere schützenswerte Grünstreifen gibt. Wie er in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Grünen schreibt, ist er deshalb bereit, weitere Schutzobjekte zu suchen und dafür Pflegepläne auszuarbeiten.
  
Regierungsrat will keinen Böschungs-Beauftragten
 
Es sei jedoch wichtig, dass der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis bleibe. Einen ständigen Naturschutzbeauftragen innerhalb des Tiefbauamtes, wie ihn die Grünen in ihrer Anfrage forderten, lehnt der Regierungsrat deshalb ab. Die Erhebung neuer wertvoller Böschungen sei nicht ständig notwendig, sondern nur sporadisch. Innerhalb der Baudirektion sei dazu die Fachstelle Naturschutz zuständig. Umgesetzt werden sollen die Schutzmassnahmen vom Unterhaltspersonal, das ohnehin bereits an diesen Streifen arbeitet. Die Beaufsichtigung durch einen Naturschutzbeauftragten sei nicht nötig, schreibt die Regierung. (sda)