Zürcher Kunsthaus: Der Erweiterung steht nichts mehr im Weg

Zürcher Kunsthaus: Der Erweiterung steht nichts mehr im Weg

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Teaserbild-Quelle: pd

Jetzt ist es definitiv: Die Erweiterung des Zürcher Kunsthauses kann realisiert werden. Die Stiftung Archicultura hat entschieden, den Entscheid des Zürcher Baurekursgerichts vom Dezember nicht anzufechten.

Der Verzicht auf einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht bedeute jedoch nicht, dass man dem Gerichtsentscheid inhaltlich zustimme, teilte Archicultura mit. Vielmehr basiere er auf einer „Abwägung der Prozessrisiken“. Die Opposition gegen das Erweiterungsprojekt sei nicht mutwillig erfolgt. Die Aktivitäten der Stiftung seien „stets und ausschliesslich ideeller Natur.“

Das Baurekursgericht hatte Ende Dezember den Rekurs der Luzerner Stiftung gegen die Erweiterung abgewiesen. Es war zum Schluss gelangt, dass das Projekt alle gesetzlichen Anforderungen erfülle. Damit bestätigte das Gericht den im Mai 2013 erteilten Bauentscheid.

Es steht bereits jetzt fest, dass der ursprünglich geplante Eröffnungstermin im Jahr 2017 nicht mehr einzuhalten ist.

Durch den Erweiterungsbau soll das Zürcher Kunsthaus zum grössten Kunstmuseum der Schweiz werden. Das Projekt, entworfen vom Londoner Stararchitekt David Chipperfield, schlägt mit 300 Millionen Franken zu Buche und soll gegenüber dem heutigen Kunsthaus am Pfauen gebaut werden. Der zusätzliche Platz wird für Werke der eigenen Sammlung genutzt sowie für die Sammlung der Stiftung E. G. Bührle mit ihren zahlreichen Impressionswerken. (sda/pd)