Zürcher Hauptbahnhof: Es ist still im Stellwerk

Zürcher Hauptbahnhof: Es ist still im Stellwerk

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Teaserbild-Quelle: taschenkruemmel, flickr, CC

Das  Stellwerk am Gleisfeld Zürcher Hauptbahnhofs ist seit kurzem nicht mehr in Betrieb. In seinen Räumen hätte etwa eine Bar mit spektakulärer Aussicht Platz finden können. Doch aus solchen Ideen wird vorläufig nichts. Dies berichtete der „Tages-Anzeiger“ in der aktuellen Ausgabe.

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Wahrzeichen am Gleisfeld: Das Stellwerk beim Zürcher Hauptbahnhof.

Bahnhöfe, Stellwerke, Güterschuppen und Haltestellen –  Max Vogt hat als SBB-Hausarchitekt das Erscheinungsbild der Bahn im Raum Zürich und der Ostschweiz stark geprägt. Die klotzig anmutenden Bauten des heute 89jährigen sind von spröder Schönheit. Und sie polarisieren auch. Entweder man mag sie oder findet sie hässlich. „Monolithische Betonschröppen mit Dilitationsfugen“ nannte Vogt seine Werke einmal in einem Interview. Einer jener „Schröppen“ ist längst zu einem Wahrzeichen des Zürcher Hauptbahnhofs avanciert: das 1963 erbaute Zentralstellwerk beim Gleisfeld. Der blaue Balken mit der Uhr und der Aufschrift „Zürich“ ist nicht zu übersehen.

Doch heute ist es nicht mehr in Betrieb. Seit kurzem kümmern sich hier keine Zugverkehrsleiter mehr um die Züge. Sie arbeiten nun in der neuen Betriebszentrale Ost beim Flughafen. Dies berichtete der  der „Tages-Anzeiger“ in seiner aktuellen Ausgabe. Der  Turm sei nicht mehr besetzt. Dennoch käme für die SBB keine Umnutzung infrage. Dies weil man, wie SBB-Sprecher Reto Schärli gegenüber der Zeitung erklärte, zurzeit nicht vollständig auf das Gebäude verzichten kann. Die technischen Einrichtungen und die Arbeitsplätze im Kommandoraum bleiben vorderhand bestehen, als „Rückfallebene im Störungfall“. (mai)