Zürcher geben Gas beim Gubrist-Ausbau

Zürcher geben Gas beim Gubrist-Ausbau

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Teaserbild-Quelle: Problemkind, flickr, CC

Für die Zürcher Regierung sind die langen Verfahrensdauern für die Plangenehmigungen beim Gubrist-Ausbau nicht mehr tragbar. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die stetig sich verschlechternde Verkehrssituation sei enorm. Deshalb will die Regierung nun beim Bund Druck machen.

Kaum ein Werktag ohne Stau am Gubrist: Die Nordumfahrung Zürich ist einer der neuralgischsten Punkte des Nationalstrassennetzes. Deshalb soll siw ausgebaut und der Gubristtunnel um eine dritte Röhre erweitert werden. Zusätzlich sind weitere bauliche Massnahmen zur Entschärfung der Situation geplant, etwa der Umbau des Autobahnanschlusses Zürich Affoltern.

Diese Pläne existieren seit 2007. Im 2009 wurden sie öffentlich aufgelegt und 2012 vom Bund genehmigt. In der Folge gab es mehrere Beschwerden. Vergangenen Januar wurden diese teilweise gut geheissen; das weitere Verfahren ist zurzeit noch offen. Weder der Bund noch der Kanton könne die Dauer des Rechtsstreites wesentlich beeinflussen, schreibt der Regierungsrat dazu auf eine dringliche Anfrage aus dem Kantonsrat. Allerdings ist die Dauer des erstinstanzlichen Verfahrens bis zur Plangenehmigung für den Regierungsrat „nicht nachvollziehbar“. Solche langen Verfahrensdauern seien nicht tragbar. Deshalb will sich der Regierungsrat beim Bund für eine kürzere Abwcklung der Verfahren auch bei künftigen Fällen einsetzen.

Auf der A1/Nordumfahrung hat sich die Verkehrssituation laut Regierungsrat während der letzten Jahre stetig verschlechtert und erfordert eine baldige Lösung. Zudem weist er darauf hin, dass der Stau auf dem Strassennetz massive volkswirtschaftliche Kosten verursacht. Das Astra geht von 1,3 Milliarden Franken pro Jahr aus. (mai)

Gubristtunnel (Problemkind, flickr, CC)
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Problemkind, flickr, CC
Gubristtunnel