Zügelt stillgelegte Sesselbahn Turren Schönbüel nach Osteuropa?

Zügelt stillgelegte Sesselbahn Turren Schönbüel nach Osteuropa?

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Die vor rund zwei Jahren stillgelegte Sesselbahn im Ausflugsziel Lungern-Schönbüel OW soll definitiv verkauft und abgebaut werden. Es gibt einen Interessenten, der die Bahn in Osteuropa wieder aufbauen will.

Die Teilsame Lungern-Obsee soll den Teilenrat nun zu entsprechenden Verhandlungen ermächtigen. Und dieser will nun das Geschäft an einer ausserordentlichen Teilengemeinde am 25. Oktober in Lungern unterbreiten. Die Ankündigung ist heute Freitag im Obwaldner Kantonsblatt publiziert worden. Demnach ersucht der Teilenrat um die Kompetenz und Vollmacht für Verhandlungen und Verkauf der Sesselbahn Turren Schönbüel. Sie steht seit 2014 still und verfügt auch über keine Konzession des Bundes mehr. Sie muss entweder neu gebaut oder rückgebaut werden.

Die Kosten für einen Rückbau sind für die Teilsame zu hoch, es wird mit mehreren hunderttausend Franken gerechnet. Die Anlage liegt auf einer Höhe zwischen 1600 und 2000 Metern muss deshalb aufwendig abgebrochen werden – unter anderem sind dafür Helikopterflüge notwendig. Laut Hans Urs Bürg, dem Präsidenten der Teilsame Lungern-Obsee, gibt es einen Kaufinteressenten. Dieser könne die Bahn abbauen und möglicherweise in Osteuropa wieder aufstellen, wie Bürgi sagte. Weitere Details nannte er nicht.  Bereits letzten Sommer hatte es einen Interessenten gegeben, doch dieser hatte sich dann zurückgezogen.

Die Sesselbahn sowie die Seilbahn in dem Gebiet wurden 2013 nach einer Kontrolle vom das Bundesamt für Verkehr (BAV) stillgelegt. Die Behörde hatte bei den Bahnen seit Jahren betriebliche und organisatorische Mängel festgestellt. Seit April 2016 fährt die Seilbahn Lungern-Schönbüel wieder, nachdem sie vom Obwaldner Unternehmer Theo Breisacher übernommen und saniert worden war. (sda/mai)