Zehnder Group steigert Umsatz und Gewinn

Zehnder Group steigert Umsatz und Gewinn

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Der Heizungs- und Lüftungshersteller Zehnder mit Sitz in Gränchen AG hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 3 Prozent auf 261,6 Millionen Euro gesteigert. Der Reingewinn verdreifachte sich auf 6,7 Millionen Euro. Die zweite Jahreshälfte dürfte weniger rosig verlaufen.

Das vor einem Jahr eingeleitete Massnahmenpaket zur Verbesserung der Profitabilität habe vor allem in Europa zu ersten Effekte geführt, teilte die Zehnder Group mit. Der Abbau von rund 10 Prozent der Stellen sei wie geplant bis Ende Juni umgesetzt worden.

Der Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 71 Prozent auf 10,6 Millionen Euro. Die Verkaufserlöse stiegen im Segment Europa um 2 Prozent auf 228,3 Millionen Euro. Mehr Umsatz erzielte Zehnder in Deutschland, Italien, Belgien und in den Niederlanden. Einbussen musste der Heizungs- und Lüftungshersteller in Grossbritannien hinnehmen, und in Frankreich stagnierten die Erlöse auf Vorjahresniveau. Dagegen kletterte der Umsatz im Segment China und Nordamerika, und zwar um 15 Prozent auf 33,3 Millionen Euro. Die Bauindustrie habe sich im ersten Halbjahr erholt, hiess es.

Investitionen in Entwicklung

Trotz des Stellenabbaus baute die Zehnder Group den Personalbestand in mehreren Verkauf- und Serviceorganisationen durch Übernahmen aus. Unter dem Strich zählt das Unternehmen 3180 Vollzeitstellen. Drei Viertel der Jobs befinden sich in Europa, der Rest in China und Nordamerika.

Im Vergleich zur Vorjahresperiode investierte die Zehnder Group mehr in die Forschung und Entwicklung. Die Investitionen stiegen um einen Viertel auf 10 Millionen Euro. Im deutschen Reindorf wurde eine neue Produktionshalle für die Fertigung von Wärmeaustauschern gebaut.

Ungewisser Ausblick

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte gibt sich Zehnder zurückhaltend. Die Lage sei in vielen Ländern "sehr fragil", und die relevanten Märkte blieben anspruchsvoll. Die Konsequenzen des Brexits seien schwer abzuschätzen. Die Schwäche des britischen Pfunds wirke sich negativ auf die Umsätze und Margen in Euro aus, da die Beschaffungs- und Produktionskosten grösstenteils in Euro anfallen würden. Das Unternehmen rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einer leichten Umsatzsteigerung und einem operativen Ergebnis von 30 Millionen Euro. (sda)