Zaha Hadid und die Roten Khmer

Zaha Hadid und die Roten Khmer

Gefäss: 

Die spitz zu laufenden, schmalen Bögen und die schlanken Säulen erinnern an eine gotische Kathedrale. Das Gebäude, das Zaha Hadid für das Sleuk-Rith-Institut entworfen hat, ist wie ein Sakralbau mehr als blosse Architektur.

Mit ihm wollen das Institut und dessen Gründer, ­Menschenrechtler Youk Chang, an das wohl finsterste Kapitel der Geschichte Kambodschas ­erinnern: an die Regierungszeit der Roten Khmer. Allerdings will man damit nicht nur der Opfer ­jener Zeit gedenken, sondern auch aufarbeiten, was in 70er-Jahren im südostasiatischen Land geschah. Deshalb sind im Neubau neben einer Gedenkstätte ein Museum, eine Bibliothek, ein Archiv, ein Forschungszentrum und eine Ausbildungsstätte vorgesehen. Er setzt sich aus fünf auf dem Grund für sich stehenden Baukörpern zusammen, die in den oberen, auskragenden ­Bereichen miteinander verbunden sind. Um ­­einen Bezug zur traditionellen Bauweise Kambodschas zu schaffen, wird für die Tragstruktur neben ­anderem auch Holz verwendet.  Die Bauarbeiten sollen bereits nächstes Jahr aufgenommen werden.(mai)