Zaha Hadid gibt sich die Ehre

Zaha Hadid gibt sich die Ehre

Gefäss: 
Die Galerie Gmurzynska in Zürich zeigt vom 14. Juni bis zum 30. September die Ausstellung "Zaha Hadid and Suprematism", an der ausgewählte Designstudien der bekannten Architektin Zaha Hadid zu sehen sind. Die Gewinnerin des Pritzker-Architekturpreises kuratiert und gestaltet die Ausstellung selbst.
 
Zaha Hadid, Trägerin der beiden bedeutendsten Architekturpreise der Welt – Pritzker Prize und Premio Imperiale – kommt nach Zürich. Sie eröffnet am Sonntag eine von ihr kuratierte Ausstellung, für die sie auch das Interieur der Galerie Gmurzynska umgestaltet hat. In der Schau "Zaha Hadid and Suprematism" werden ausgewählte Designstudien von Hadid den Werken von Meistern der russischen Avantgarde gegenübergestellt. Die Bilder – darunter bedeutende Werke der berühmten Gründerväter des Suprematismus, Kasimir Malevich und El Lissitzky – stammen aus der Sammlung der Galerie.
 
Gemäss Galerie wird in Zürich erstmals "die enge Beziehung des Werks von Zaha Hadid und dem der russischen Suprematisten des frühen 20. Jahrhunderts aufgezeigt und erforscht". Die gebürtige Irakerin bekannte sich immer dazu, vom Suprematismus geprägt worden zu sein.
 
Hadids epochemachenden architektonischen Entwürfe galten lange Zeit als unrealisierbar und sie selber deshalb eher als Malerin denn als Architektin. Mittlerweile gehören ihre Bilder zu den Beständen der bedeutendsten Museen der Welt, darunter auch des Museums of Modern Art in New York.
 

Zu kühn für die Schweiz

Die 1950 in Bagdad geborene Architektin eröffnete 1980 ihr erstes eigenes Architekturbüro in London. Obwohl sie danach zahlreiche Wettbewerbe gewann, wurden ihre kühnen Entwürfe nur selten realisiert. 1993 schaffte sie den Durchbruch mit dem Feuerwehrhaus des Vitra-Werks in Weil am Rhein, das heute als Ausstellungsraum genutzt wird.
 
Für die Schweiz entwarf sie unter anderem 2008 eine spektakuläre Zweifamilien- Villa in Küsnacht, ihr erstes Privathaus überhaupt. Gebaut worden ist das Prestigeobjekt mangels Käufer bis heute nicht. Auch ein Entwurf Hadids für ein neues Basler Stadtcasino wurde nicht realisiert. Das Stimmvolk lehnte ihn 2007 ab. Und im Projektwettbewerb für den "Circle" am Flughafen Zürich wurde sie nur zweite hinter Riken Yamamoto. Dem Bauherrn Unique war Hadids Entwurf zu gewagt. (sda)
 
Ausstellung vom 13. Juni bis 25. September 2010, Galerie Gmurzynska, Paradeplatz 2, 8001 Zürich