Zähflüssige Raffineriesanierung

Zähflüssige Raffineriesanierung

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Bei der Tamoil-Raffinerie in Collombey VS häufen sich die Verzögerungen für die vom Kanton Wallis geforderten Sanierungsmassnahmen. Deshalb macht der Kanton der Betreiberin nun klare Auflagen.
 
Damit die Anlagen nach den wartungsbedingten Betriebsunterbrüchen im September 2012 und im Frühjahr 2013 überhaupt wieder in Betrieb genommen werden dürfen, müssten die Auflagen unbedingt erfüllt sein, teilt das Departement für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) des Kantons Wallis mit. Die 15 geforderten Bedingungen und Auflagen betreffen in erster Linie die Luftreinhaltung und den Gewässerschutz. Unter anderem muss die Gasturbine so aufgerüstet werden, dass die vorsorgliche Emissionsbegrenzung der Luftreinhalteverordnung für Stickoxide eingehalten werden kann. Ausserdem verlangt der Kanton eine Sanierung des Abwassersystems und dass das gesamte Hauptabwassernetz dicht ist.
 
Ein weiterer Betriebsstopp werde in Anbetracht des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit nicht angeordnet, heisst es in der Mitteilung des DVBU. Tamoil hat gemäss Angaben des Departements die bereits 2009 verfügten Massnahmen nicht innert gegebener Frist oder nur unvollständig umgesetzt. (mai/sda)