Wolkenkratzer des Jahres steht in Kanada

Wolkenkratzer des Jahres steht in Kanada

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Teaserbild-Quelle: Foto: zvg

Der Architekturpreis für Wolkenkratzer, der Emporis Skyscraper Award, geht in diesem Jahr an die Absolute World Towers im kanadischen Mississauga. Die Absolute World Towers, die von den Architekturbüros MAD und Burka Architects entworfen wurden, überzeugten die Jury durch ihr unverwechselbares Design.

Die zwei Türme, die auch unter dem Namen Marilyn Monroe Tower sind, wurden von einem internationalen Expertengremium aus über 300 Wolkenkratzern ausgewählt „Die organische Drehung der beiden Baukörper um bis zu 8 Grad pro Etage ist nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch eine gelungene Abwechslung zu den starren Formen des Hochhausalltags“, begründete das Expertengremium seine Entscheidung, die beiden 176 und 158 Meter hohen Türme als Sieger zu küren.

Das zweitplazierte Projekt sind die von Aedas Architects entworfenen Al Bahar Towers in Abu Dhabi. Aufgrund seiner innovativen Fassade überzeugt der Skyscraper-Komplex in klimatischen wie designspezifischen Kriterien. So kann je nach Sonnenstand die äussere Haut der Fassade computergesteuert rotiert werden, womit die Wärmeenergie im Inneren deutlich reduziert wird.

Auf den dritten Platz lobte die Expertenjury den Burj Qatar, einen 238 Meter hohen Wolkenkratzer in Doha. Entworfen von dem Architekturbüro Ateliers Jean Nouvel besticht das Gebäude durch seine aussergewöhnliche Fassadengestaltung. Die metallene Gitterfassade, deren Design – wie bei den Al Bahar Towers – den traditionellen Mashrabiya-Fenstern entlehnt ist und zum Sonnenschutz beitragen soll, weist im Detail ein komplexes Muster auf. Die eindrucksvolle Wirkung der ornamentalen Fassade entfaltet sich vollends unter der Kuppel, die den zylindrisch geformten Wolkenkratzer krönt. (ffi/mgt)

Info

Mit der Verleihung des Emporis Skyscraper Awards an die Absolute World Towers geht der Preis nun bereits zum zweiten Mal nach Kanada. Zuletzt hatte 2001 das One Wall Centre in Vancouver den begehrten ersten Platz belegt. Überraschenderweise sind die U.S.A. als Wiege der Hochhaus-Architektur dieses Jahr nicht vertreten. Stattdessen demonstrieren internationale Metropolen wie Moskau, Istanbul oder Guangzhou mit einer beeindruckenden Vielfalt einzigartiger Gebäude ihren Anspruch auf ein eigenes Kapitel in der Geschichte herausragender Wolkenkratzer-Architektur. Der Award von Emporis (www.emporis.de), dem internationalen Anbieter von Gebäudeinformationen, wird in diesem Jahr bereits zum dreizehnten Mal verliehen. (mgt)