Wohnungen und Büros statt Chemiefasern

Wohnungen und Büros statt Chemiefasern

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Auf dem Areal der einstigen Garnfabrik Viscousuisse in Emmenbrücke ist ein neuer Stadtteil geplant, der mit 89'000 Quadratmetern etwa so gross wie die Luzerner Altstadt sein wird. Das Projekt stammt aus der Feder der Zürcher EM2N Architekten. Heute wurde der Masterplan vorgestellt.
 
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So könnte das neue Quartier aussehen.
 
Die Chemiefaserherstellerin Monosuisse, die aus der einstigen Viscosuisse entstanden ist, braucht nur noch einen Teil des einstigen Areals, auf dem ab 1952 Nylon hergestellt wurde. Deshalb liess sie letztes Jahr eine städtebauliche Studie erarbeiten: Das Projekt der Zürcher Architekten EM2N sieht vor, den Industriecharme und die schützenswerten Bauten so weit wie möglich zu erhalten. Das neue Quartier soll organisch wachsen. Gewünscht sei ein selbstverständliches Nebeneinander von Alt und Neu, heisst es in der Mitteilung der Monosuisse und der Gemeinden Emmen. Deshalb wird das Gebiet in kleine Realisierungseinheiten aufgeteilt. Innerhalb des Bebauungsplanes könnten die zukünftigen Eigentümer ihr eigenes Objekt entwickeln, heisst es in den Unterlagen zum Masterplan. So wachse ein städtebaulich geordnetes, aber differenziertes Gesamtbild. Angestrebt wird für das neue Quartier ein Wohnanteil von 50 Prozent. Innerhalb des Areals soll so wenig Verkehr wie möglich zirkulieren.
 
Die Grundeigentümerinnen, die Monosuisse AG und die Gemeinde Emmen, haben heute Mittwoch den Masterplan für die „Viscosistadt“ vorgestellt. Der Masterplan muss nun vom Einwohnerrat Emmen genehmigt werden, ist aber nicht behördenverbindlich. Hat der Plan grünes Licht erhalten, wird ein Bebauungsplan erarbeitet. In disem Zusammenhang werden auch Umzonungen nötig sein. Gebaut wird frühestens in zwei Jahren. (mai/sda)