Wohnungen statt Kunstgarn

Wohnungen statt Kunstgarn

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In der Gemeinde Emmen, unmittelbar an der Grenze zur Stadt Luzern, könnte bald eine neue Siedlung mit 5'000 Wohnungen oder zahlreichen Unternehmen entstehen. Hierfür würde ein ehemaliges Industrieareal umgenutzt.
 
«Man könnte sich einen ganz neuen Stadtteil vorstellen. Es wäre Platz vorhanden für 3'000 bis 5'000 Wohnungen oder 2000 Arbeitsplätze», sagte Peter Wolf von der Metron AG gemäss der neuen Luzerner Zeitung an einer Medienorientierung. Der Raumplaner und Architekt sprach vom Areal der Kunstgarnherstellerin Nexis Fibers AG, die ihre Produktion einstellen wird, aber auch vom Gebiet rund um den Emmer Seetalplatz und dem Quartier Emmenweid. In einer Zeit fehlender Raumplanung wurden dort Industrie und Wohnbauten eng nebeneinander gebaut. Entsprechende Verhandlungen über eine Umnutzung laufen im Moment, mit dem vorliegenden Masterplan sind erste Ideen abgesteckt.

Zusätzlich plant der Kanton Luzern, die Verkehrsführung des Doppelkreisels auf dem Emmer Seetalplatz neu zu regeln. Die gesamte Sanierung des betroffenen Strassennetzes zwischen Luzern-Kasernenplatz und Rothenburg mit dem Herzstück Seetalplatz kostet voraussichtlich 115 Millionen Franken. Der Kreisel hat seine ursprünglich geplante Funktion, den Verkehr zu verflüssigen, nicht erfüllt. Vielmehr ist er seit langem mit zahlreichen Rotlichtampeln bestückt. Das Luzerner Stimmvolk wird dieses oder nächstes Jahr über das Verkehrsprojekt abstimmen. (ur)