Wohnungen: Rekordverdächtige Neubautätigkeit in Zürich

Wohnungen: Rekordverdächtige Neubautätigkeit in Zürich

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Rekordverdächtige Neubautätigkeit in Zürich

Letztes Jahr sind in der Stadt Zürich 3360 neue Wohnungen entstanden. Das ist laut Stadt die intensivste Neubautätigkeit seit 1954, als grosse Teile von Schwamendingen gebaut wurden. Dass zudem auch der Wohnungsbestand - hier verzeichnete man ein Plus von 2725 Einheiten - so stark ansteigen konnte wie dies seit über 60 auch nicht mehr der Fall gewesen ist, liegt daran, dass weniger Wohnungen abgebrochen worden sind.

Zuerich, Panorma.
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Rekordverdächtig mehr neue Wohnungen in Zürich: Das Gros des Anstiegs fand nicht im Zentrum statt, sondern in Altstetten.

1600 der neuen Wohnungen haben privaten Gesellschaften  erstellt.  Auf ihr Konto gehen die drei grössten fertig gestellten Projekte in Zürich: Das Projekt Vulcano beim Bahnhof Altstetten mit 298 Wohnungen, die sich auf drei Hochhäuser verteilen. Ein weiteres Projekt ist da Labitzke-Areal, das sich ebenfalls in Altstetten befindet. Hier sind sind 277 Wohnungen fertig gestellt worden. Und in der Binz in Wiedikon, unterhalb des Uetlibergs, wurde ein Studentenwohnheim mit 312 Wohnungen, bei welchen es sich mehrheitlich um Einzimmerwohnungen handelt.

Derweil haben Baugenossenschaften mit 870 Einheiten einen Viertel der Neubauwohnungen geschaffen. Allerdings wurde bei den Baugenossenschaften auch fast die Hälfte aller Abbrüche (290 Wohnungen) verzeichnet. Das grösste Projekt war hierbei der Ersatzneubau der ABZ in Wollishofen mit 214 Wohnungen.

Im Stockwerkeigentum entstanden nach zwei schwachen Jahren wieder etwas mehr neue Wohnungen (460). Öffentliche Bauträger haben 165 Wohnungen geschaffen.

Am meisten Neubauwohnungen im Kreis 9

Wie während der beiden Jahre zuvor wurden auch 2018 die meisten Neubauwohnungen im Kreis 9 errichtet, insgesamt sind dort 855 Wohnungen entstanden. In den Kreisen 2 und 11 wurden jeweils über 500 Wohnungen gebaut. Lediglich im Kreis 4 sind keine neuen Wohnungen hinzugekommen, sondern sind wegen Abbrüchen gar welche verschwunden (21).

Zudem sind in Zürich 2018 in einem Jahr so viele Wohnungen im Rahmen von Wohnersatzprojekten wie noch nie geschaffen worden. 1681 der 3360 fertiggestellten Wohnungen befinden sich an Standorten, wo zuvor ältere Wohngebäude abgebrochen worden sind. In Umnutzungsprojekten entstanden 1606 Wohnungen. Auf zuvor unbebauter Fläche entstanden 2018 nur 2 Prozent aller neuen Wohnungen (73). Momentan entstehen bei Ersatzneubauten pro abgebrochener Wohnung durchschnittlich 1,7 neuen Wohnungen. (mai/mgt)