Wohnen, wo die Trams schlafen

Wohnen, wo die Trams schlafen

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Teaserbild-Quelle: zvg
Hinter dem Bahnhof Wiedikon in Zürich entsteht eine Überbauung mit Wohnräumen für 230 Personen sowie Gewerbeflächen mit ebenso vielen Arbeitsplätzen. Heute wurde der Grundstein gelegt. Läuft alles nach Plan, ziehen die ersten Bewohner im Frühling 2014 ein.
 
 
„Hier entsteht etwas sehr Markantes“, sagte Hochbauvorstand André Odermatt (SP) anlässlich der Grundsteinlegung. „Eine Brücke zwischen den Kreisen 3 und 4.“ Die mehrstöckige Wohn- und Gewerbeüberbauung ist ein gemeinsames Projekt der Stadt und der Genossenschaft Kalkbreite. Ziel sei es, ein „lebendiges urbanes Zentrum zu schaffen, eine Art Stadt in der Stadt“, so Odermatt sagte.
 
Die Wohnungen sollen Platz für rund 230 Familien, Paare und Singles bieten, wobei günstige Mieten und ein breites Angebot an gemeinschaftlichen Wohnformen vorgesehen sind. Darunter sind Kleinwohnungen mit grossem Gemeinschaftsraum und Küche zu verstehen. Rund 5000 Quadratmeter Nutzfläche sind für Läden, Gastronomiebetriebe, Büros oder Ateliers reserviert. Zudem soll ein Kino einziehen. Weil sich das Minergie-P-Eco-Projekt den städtischen Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft und der Nachhaltigkeit verpflichtet hat, verfügt der Komplex anstelle einer Tiefgarage über 300 ebenerdige Veloabstellplätze. Das Herz der Anlage bildet eine öffentlich genutzte, begrünte Terrasse auf dem Dach dem bestehenden Tramdepot. Erschlossen wird sie vom Rosengartenplatz her über eine breite offene Treppe. - Für die Architektur zeichnet das Zürcher Büro Müller Siegrist Architekten verantwortlich.  Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Dokumentation zum Projekt auf rund 63 Millionen Franken.
 
Finanzvorstand Martin Vollenwyder erinnerte daran, dass der Entscheid, das Areal der Genossenschaft Kalkbreite im Baurecht abzugeben, nicht unumstritten war. Insbesondere traditionsreiche Genossenschaften seien über den Entscheid wenig erfreut gewesen, denn die Genossenschaft Kalkbreite befand sich damals erst in ihrer Gründungsphase. Ausschlaggebend sei schliesslich „das innovative, spannende Projekt“ gewesen. (mai/sda)
 
Weitere Inforamationen und Baustellenwebcam unter: www.kalkbreite.net
 
 

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