Wohnen und arbeiten statt reisen

Wohnen und arbeiten statt reisen

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Teaserbild-Quelle: rote Markierung
Demnächst wird der Bahnhof Bregenz abgebrochen. Er weicht damit einem neuen Stadtteil, in den rund 70 Millionen investiert werden sollen.
 
zvg
Quelle: 
rote Markierung
Hier soll das neue Quartier entstehen
 
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben das 13'000 Quadratmeter grosse Gelände beim Bregenzer Bahnhof nahe des Sees an eine Bietergruppe unter der Führung der Rhomberg Bau GmbH verkauft. Über den Verkaufspreis des so genannten Seestadt-Areals wurde Stillschweigen vereinbart.
 
Für den Bregenzer Bahnhof bedeutet dies, dass er demnächst abgerissen und in der Nähe wieder gebaut wird – allerdings kleiner als bisher. Der Bahnhof war 1989 im Hinblick auf einen Eisenbahn-Pfändertunnel gebaut worden. Weil der Tunnel nie realisiert wurde, habe sich der Bahnhof als zu gross und am falschen Ort erwiesen, schreiben die ÖBB. – Den Bahnhof nutzen täglich 7'500 Bahnkunden.
 
Der „alte“ Bahnhof macht nun einem neuen Stadtteil Platz. Denn das Seestadt-Areal ist Teil des Gesamtkonzepts „Seestadt Bregenz“, mit dem das entsprechende Gebiet von Bregenz weiter entwickelt werden soll. Dabei ein bereits vorliegender städtebaulicher Masterplan als Grundlage. Dieser soll in den kommenden Jahren etappenweise umgesetzt werden. Als erste Etappe ist ein mehrgeschossiges Gebäude im Gebiet des Bahnhofvorplatzes entlang des Perrons vorgesehen. Des Weiteren ist ein Busterminal sowie unter dem Bahnhofsvorplatz eine öffentliche Tiefgarage geplant. Auf zusätzlichen Baufelder sollen sowohl Geschäfts- und Büroflächen als auch Wohnungen enstehen. Daneben will die Rhomberg Bau mit einem „Tower“ einen „markanten architektonischen Akzent“ setzen. Der Startschuss für das Gesamtprojekt werde durch einen Architekturwettbewerb erfolgen, heisst es weiter. Laut Rhomberg Bau beläuft sich das Projektvolumen für die Pläne des Bieterkonsortiums auf rund 70 Millionen Euro. Erste Investoren hätten bereits eine Zusage für die Projektbeteiligung erteilt. (mai)