Wohnen statt gärtnern

Wohnen statt gärtnern

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Die rund 170 Familiengärten im Areal Grabenhof sollen verschwinden, stattdessen soll eine Wohn- und Gewerbesiedlung entstehen. Der Krienser Gemeinderat lehnt eine entsprechende Volksmotion ab, die verlangte, dass die Gärten über das Vertragsende im 2014 gepflegt werden könnten.
 
Als Kompromiss will sich der Gemeinderat dafür stark machen, dass die Gärten im Areal Grabenhof nicht nur bis 2014 sondern bis ins Jahr 2020 betrieben werden können. Dies teilte die Gemeinde Kriens mit. Danach aber soll das Areal in eine viergehossige Wohn- und Arbeitszone zugewiesen werden. Entsprechende Vorschläge will der Gemeinderat im Rahmen der Gesamtrevision der Zonenplanung einbringen, die 2012 öffentlich aufgelegt wird.

Vergangenen Mail war in einer Volksmotion gefordert worden, dass die Mitglieder des Familiengärtnervereins Luzern auf dem Areal Grabenhof ihre rund 170 Gärten auch nach 2014 führen können. Dann nämlich läuft der Vertrag zwischen der Grundstückbesitzerin, der Stadt Luzern, und dem Familiengärtnerverein aus. Die Weiterführung der Gärten würde allerdings bedeuten, dass das Areal Grabenhof nicht umgezont werden könnte. Doch die Stadt aber will auf dem Land eine Wohn- und Gewerbesiedlung realisieren. Zudem gehöre das Areal zu den kantonalen Entwicklungsschwerpunkten, heisst es in der Medienmitteilung der Gemeinde weiter.
 
Nun will der Krienser Gemeinderat mit den Vereinsmitgliedern und der Stadt eine Kompromisslösung aushandeln. Diese sieht vor, dass die Gärten noch bis 2020 benutzt werden können. So könnten sich die Mitglieder auf die Veränderung einstellen können. Die Stadt Luzern und die Gemeinde Kriens wollen jenen Personen eine neue Lösung suchen, die weiterhin einen Garten bewirtschaften möchten. (sda)