Wohnen in Quallen aus Plastikmüll

Wohnen in Quallen aus Plastikmüll

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Das Projekt Aequorea (Bilder: Vincent Callebaut) 1/9

Stararchitekt Vincent Callebaut stellt sich vor, dass die Menschen künftig im Wasser leben. Sein Projekt „Aequorea“ sieht Wohninseln mit multifunktionalen Unterwassertürmen vor, die aus Plastikmüll gebaut werden.

Vincent Callebauts Visionen von Unterwasser-Wohnwelten machen immer wieder Furore. Seinen neusten Wurf, der zurzeit im Web „herumschwimmt“, will er an der Küste von Rio de Janeiro realisieren, wie es auf seiner Website heisst. Das Projekt trägt den Namen „Aequorea“. Das ist eine Quallenart, die im Pazifischen Ozean lebt. Entsprechend ähnlich sehen die Wohninseln denn auch aus. Stabilisiert werden sollen sie durch keilförmige, um sich selbst gedrehte Türme, die etwa 1000 Meter in die Tiefe reichen. In Kombination mit grossen Kunststoffnesseln, die die Türme flexibel umgeben, sollen sie als Stabilisator wirken. Herstellen möchte der Stararchitekt die Gebilde mittels eines 3D-Druckers aus einem Gemisch aus dem im Meer schwimmenden Plastikmüll und aus Algen.

Bis zu 250 Etagen sind pro Turm geplant. In einem solchen „Dorf“ könnten dann etwa 10‘000 Wohnungen mit Grössen zwischen 25 und 250 Quadratmetern für rund 20‘000 Menschen realisiert werden, plus Infrastruktur wie Büros, Schulen, Kindergärten oder Sporteinrichtungen. Denn die „Aequoreaner“ sollen nicht nur auf dem Meer wohnen, sondern auch dort arbeiten. Licht ins Dunkel bringen soll die Biolumineszenz von Mikroorganismen, die in der Doppelverglasung der Fenster stecken. Für Strom sorgt ein Kraftwerk, das die Meeresströmungen verwandelt. (mt)

Ob Vincents Calleauts Vision je Realität wird, steht noch in den Sternen. Aber schön anzusehen ist das Projekt allemal. Bitte sehr: