Wohnen in Muqarnas

Wohnen in Muqarnas

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Teaserbild-Quelle: zvg
Die persische Hauptstadt leidet unter massiver Luftverschmutzung. Schuld ist der Verkehr, der laut offiziellen Schätzungen 80 ­Prozent des Drecks verursacht. Man nimmt an, dass pro Tag 27 Einwohner der 8,5 MillionenMetropole an den Folgen der schlechten Luft sterben. Wie diese Umstände gelindert werden können, zeigen ­die Architekten des ­persischen Büros CAAT Architecture Studio mit einem ­extravaganten Wolkenkratzerprojekt auf.
 
 
Sie schlagen vor, riesige Hochhäuser zu bauen, die den Teheranern ermöglichen, über dem schädlichen Abgasdunst zu wohnen. Zu ­ihrer ­Architekturvision liessen sie sich jedoch nicht von neueren Bauwerken inspirieren, sondern von der islamischen Architektur. Ihr Gebäude besteht aus einem riesigen Torbogen, in dessen Pfeilern Parkhäuser untergebracht sind. Im ­Bogen selbst befinden sich die Wohnungen in zahllosen ­aneinander gefügten Würfeln. Damit ­erinnert der Wolkenkratzer an die Muqarnas: tropfsteinartig gestaltete Abschlüsse traditioneller arabischer Kuppeln oder Nischen.
 
Wollen die Bewohner ins Grüne, brauchen sie das Haus nicht zu verlassen. Sie steigen dazu einfach nach oben, wo die Architekten einen ­üppigen Dachgarten vorgesehen haben. Gleich einer hohen Mauer umgeben die obersten Wohneinheiten den luftigen Park. Sie schützen so ­Blumen und Büsche sowie Erholungsbedürftige vor Lärm und Dreck des städtischen ­Getümmels.(mai)