Wohnen der Zukunft: Pfahlbauten reloaded

Wohnen der Zukunft: Pfahlbauten reloaded

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Die Häuser sind über einen Steg miteinander verbunden. ( Terry.Terry Architecture) 1/6

Pfahlbauten haben eine Zukunft. So dürften es die Terry.Terry Architects aus San Francisco sehen: Für sich wegen des steigenden Meeresspiegels wandelnde Küstenregionen schlagen sie an Ufos erinnernde Häuser auf Pfählen vor.

Geologisch gesehen ist das Küstengebiet von San Francisco ist relativ jung: Es wurde vor rund 20‘000 Jahren geformt, als dort die Eisdecke während einer rund 10‘000 Jahre andauernden Wärmeperiode schmolz. Täler und Berge traten hervor. Heute macht sich das Klima wieder bemerkbar. Die steigenden Temperaturen dürften einmal mehr dafür sorgen, dass sich das Land nach und nach verändert. Angesichts steigender Meeresspiegel, hat das kalifornische Büro Terry.Terry Architecture ein Konzept für Häuser entwickelt, die Ebbe und Flut standhalten können.

Aus der Vogelperspektive erinnern die einzelnen Bauten an auf dem Wasser schwimmende Ufos. Sie sind auf Pfählen im Boden verankert. Allerdings sind diese so flexibel, dass sie an sich wandelnde Situationen angepasst und in der Höhe verstellt werden können. Ihre runde Form soll sie besonders widerstandsfähig gegen Wind machen, ausserdem eignet sie sich laut den Architekten gut für die Integration von Solarzellen. - Gegebenenfalls können die Häuser auch an einen ganz anderen Ort verlegt werden. Miteinander verbunden werden die einzelnen Einheiten über ebenfalls flexible Stege miteinander, gleichzeitig gelangen die Bewohner über diese auch an Land.

Bei dem Konzept gingen die Architekten von einer einfachen und eher kleinen Siedlung aus. Das Design lasse sich aber an verschiedenste Lebensformen adaptieren, so die Schöpfer der Behausungen. Die Herausforderung für die Architektur besteht in ihren Augen in der Tatsache, dass sie sich wandeln können muss, wenn sich die Gegebenheiten veränderten. (mai)