Wo Skilifte sich erheben

Wo Skilifte sich erheben

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Teaserbild-Quelle: Lois Lechenblaikner
Skistationen, Parkplätze und Openairs - die Spuren, die von der Spass- und Freizeitgesellschaft im Gebirge hinterlassen werden, sind nicht zu übersehen und das grosse Thema des Tiroler Fotografen Lois Lechenblaikner. Das Alpine Museum in Bern zeigt seine Werke in einer spannenden Ausstellung.
 
Achtung, alpines Gelände! Hier beginnt der ungesicherte Freizeitraum.» Fett leuchteten diese Sätze im Frühling von rund 80 Innsbrucker Plakatwänden, welche die Schattenseiten des ­alpinen Tourismus zeigten. Für die Bilder zeichnete der ­Tiroler Fotograf Lois Hechenblaikner ­verantwortlich. Die Bilder von einer zur Müllhalde umfunktionierten Weide stimmen nachdenklich. Seine Aufgabe sei es nicht, Freude zu provozieren, sagte Lechenblaikner damals über seine Werke.

Seit Jahren dokumentiert er die Spuren, die der Mensch und die Freizeitindustrie in den Bergen hinterlassen. Dazu zählen auch seine «Intensiv­stationen», die jetzt im Alpinen Museum in Bern in einer Sonderausstellung zu sehen sind. Die Schau erzählt vom Winter, der eigentlich das ganze Jahr dauert: Pistenschneisen werden geschlagen, Kunstschneespeicherseen angelegt, Gletscher in Folien eingepackt und «übersommert». Die Bilder haben wenig gemein mit den idyllischen Ansichten in Ferienprospekten. Statt wilder, rauer Natur bieten die Berge in den gezeigten Werken vor ­allem eine Spasskulisse. Von der Natur sieht man nur, was übrig blieb. (mai)
 

Adresse und Öffnungszeiten

Ausstellung "Intensivstationen" bis 24. März
Adresse: Alpines Museum der Schweiz, Helvetiaplatz 4, 3005 Bern
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sopnntag: 10 bis 17 Uhr / Donnerstag: 10 bis 20 Uhr / Montag geschlossen