Wo die Wale wohnen

Wo die Wale wohnen

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Teaserbild-Quelle: zvg
 
 
Man stelle sich das einzige vollständig erhaltene Blauwal-Skelett vor, wie es majestätisch in den Garten hinausschwimmt», erklärt das Team des japanischen Büros Kengo Kuma and Associates seine Vision des neuen naturhistorischen Museums von Kopenhagen. Für eine der weltweit grössten Sammlungen zur Entwicklungsgeschichte der Erde entwarfen die Architekten einen Bau, der mit dem umgebenden ­botanischen Garten verschmilzt. Sein geschwungenes Dach ist so konzipiert, dass es zum Verweilen genutzt werden kann, weil es wie eine Arena angelegt ist. Auf der ­anderen Seite überkragt es die Glasfront einer Ausstellungshalle. Von dort blicken die Besucher unter gigantischen Wal-Skeletten hindurch ins Grüne. Gleichzeitig sollen die Knochen der Meeresgiganten Spaziergänger neugierig auf das Museum machen.
 
 
Verwirklich wird dieses Projekt freilich nie, denn die Wettbewerbsjury entschied sich für die dänischen Lundgaard & Tranberg Architekter, welche die neuen Ausstellungräume überwiegend unterirdisch anlegen wollen. Mit ihrem Entwurf ­setzten sich die Sieger neben Kengo Kuma auch gegen ­David Chipperfield, Steven Holl, BIG und ­Snohetta durch. 2013 starten die Bauarbeiten, während die Einweihung des neuen Museums 2016 stattfinden soll. (mai)