Wo die Trams schlafen

Wo die Trams schlafen

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Langfristig brauchen die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) zwei zusätzliche Tram- und Bus-Depots. Zurzeit sind eine Anlage in Zürich West und eine in Zürich Nord in Planung. Damit kommen die Projekte mitten in den beiden Hauptentwicklungsgebieten der Stadt zu liegen.
 
Abgesehen von den beiden geplanten Neubauten werden die bestehenden Depots zum Teil ausgebaut oder angepasst. Insgesamt ist eine Vergrösserung der Betriebsflächen um rund 5000 Quadratmeter nötig, wie VBZ-Direktor Guido Schoch erklärt. Dies bedinge Investitionen von rund 80 Millionen Franken. Nötig geworden wurden die zusätzlichen Anlagen als Folge des bevorstehenden Ausbaus des ÖV-Angebots, vor allem wegen des Trams Zürich West und der geplanten Rosengarten- Tangente. Zumal die VBZ bis 2025 mit einer Zunahme der Anzahl Fahrgäste von 25 Prozent rechnen. Hinzu kommt laut VBZ der Trend zu längeren Fahrzeugen; und für diese sind die alten Anlagen nicht ausgerichtet sind.

Noch keine Engpässe

Aber noch zeichnet sich bei den Depots kein Engpass ab. Die bestehenden VBZ-Areale genügen laut VBZ-Direktor Schoch durchaus. Mit der Realisierung der Tramtangente Rosengarten (2020) brauche es dann aber neue Abstellflächen in Zürich West. Und nach 2025 werde ein zweiter Depot-Neubau in Zürich Nord nötig. Heute verfügen die VBZ über die ganze Stadt verteilt über fünf Tramdepots, zwei Busgaragen und eine Zentralwerkstätte. Bereits in Arbeit ist die Erneuerung des Depots Oerlikon. Es muss neu auch Platz bieten für 14 Cobra-Trams der Glattalbahn.
 
Auch bei anderen Depots stehen Erneuerungen an: Teils werden sie multifunktional - für Busse und Trams - hergerichtet, teils werden bestehende Anlagen erweitert oder baufällige Teile ersetzt. Neu entsteht in der Zentralwerkstätte in Zürich- Altstetten eine Tram-Abstellanlage. (sda)