Wo die grauen Kerle wohnen

Wo die grauen Kerle wohnen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Die sechs asiatischen Elefanten im Zoo Zürich bekommen ein neues Zuhause. Allerdings muss sich die Grossfamilien noch etwas gedulden: Zwar sind die ersten Baumaschinen schon aufgefahren, doch bezugsfertig ist die 10'000 Quadratmeter grosse und 41 Millionen Franken teure Anlage erst im Frühling 2014.
 
 
Bevor es soweit ist, verwandelt sich das Gelände im östlichen Teil des Zoos in eine subtropisch anmutende Landschaft, samt einem üppigen Wald und einem ausgetrocknetes Flussbett. Damit kann die Familie Wachsen. Eine Attraktion dürfte das Wasserbecken werden, bei dem Besucher die Tiere sogar beim Schwimmen unter Wasser beobachten können. Zum besonderen Blickfang wird auch die Dachkonstruktion des Elefantenhauses werden: Das Gebäude besteht hauptsächlich aus der hölzernen Dachschale, die sowohl die Innengehege, als auch die Stallungen sowie die Lodge überspannt. Im Innern führt ein Weg die Besucher unter Bäumen hindurch zu unterschiedlichen „Aussichtspunkten“. – Entworfen hat das Projekt der Architekt Markus Schietsch zusammen mit dem Landschaftsarchitekt Lorenz Eugster. (Link zum Schauplan des neuen Geheges: www.zoo.ch)

Zusammenarbeit mit Naturschutzprojekt

Wie bereits beim Masoala Regenwald, verbindet der Zoo auch den neuen Elefantenpark mit einem Naturschutzprojekt im Freiland, dem Kaeng Krachan Nationalpark, der das grösste geschützte Gebiet Thailands umfasst. Damit will der Zoo einen Beitrag zur Erhaltung der asiatischen Elefanten in der Wildnis leisten. Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht. Derzeit wird der Bestand solcher in Freiheit lebender Elefanten auf rund 40'000 geschätzt. Europäische Zoos führen ein Erhaltungszucht-Programm, an dem sich rund 70 Institutionen beteiligen. Auch die Zürcher Elefanten sind Teil dieses Programms.

„Protected Contact“

Während der vergangenen Jahre sind die Zürcher Elefanten zu einer sozialen Gruppe zusammengewachsen, die den Verhältnissen in der Natur immer näher kommt. So sind die beiden „kleinsten“ Jungtiere ohne menschliche Hilfe zur Welt gekommen.
 
Mit dem Umzug der Gruppe ins neue Gelände soll die Haltung nun umgestellt werden: Während die weiblichen Tiere derzeit noch im freien Kontakt betreut werden, sollen sie in Zukunft im geschützten Kontakt gehalten werden, wie dies beim Bullen Maxi schon heute der Fall ist. Das heisst: Während der Tierpfleger beim freien Kontakt direkten Zugang zu den Tieren hat und damit Oberhaupt der Gruppe ist, bleibt die natürliche Rangordung beim geschützten Kontakt erhalten. Dabei ist das älteste Weibchen jeweils Chefin. Das Training für die Umstellung hat bereits begonnen. (mai/sda)
 

Bloggen und bauen

Andreas Hohl, dem stellvertretenden Direktor schreibt in seinem Elefantenpark-Blog regelmässig über den Baufortschritt und die Elefantenfamilie.
Hier gehts zum Elefantenpark-Bog: www.zoo.ch