Wo die grauen Kerle wohnen

Wo die grauen Kerle wohnen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Das neue Zuhause der Elefanten des Zürcher Zoos nimmt Form an: Die Baubewilligung ist erteilt, der 41 Millionen-Baukredit vom Verwaltungsrat gesprochen. Aber noch fehlen dem Zoo 13 Millionen Franken. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich kommenden Frühling.
 
 
Der Elefantenpark umfasst eine Fläche von rund 10'000 Quadratmetern, das ist etwa sechsmal soviel wie die aktuelle Elefantenanlage und böte laut dem Zoo Zürich genug Platz für zehn Elefanten. Neben den grauen Riesen sollen auch Huftiere oder asiatische Schweine in der neuen Anlage unterkommen. Sie teilen sich den Lebensraum mit Elefanten auch in ihrer Heimat, der südasiatischen Wildnis. Die Anlage werde den Besuchern einmalige Einblicke bieten, heisst es in der Medienmitteilung. Dies soll unter anderem mit einer Besucherplattform geschehen, daneben soll man die Elefanten auch unter Wasser beobachten können.
 
Bevor mit den Bau gestartet werden kann, müssen noch verschiedene Vorbereitungsarbeiten vorgenommen werden. Läuft alles nach Plan beginnt der Bau kommenden Frühling. Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit erhalten erhalten Pflanzen Zeit zum Einwachsen. Erst dann, im Frühling 2014, ziehen die Tiere ein. Für die Architektur zeichnet der Architekt Markus Schietsch und der Landschaftsarchitekt Lorenz Eugster verantwortlich. Sie waren als Sieger aus einem zweistufigen Wettbewerb hervorgegangen und haben dieses nun weiter entwickelt. Das Projekt zeichne sich nach wie vor durch seine Kompaktheit aus und trage auch den Anliegen einer zeitgemässen Elefantenhaltung, eines attraktiven Besuchererlebnisses und der Nachhaltigkeit Rechnung, schreibt der Zoo in seiner Medienmitteilung.

Geld gesucht

Insgesamt kostet die neue Anlage 41 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat hat den entsprechenden Baukredit gesprochen. Laut Mitteilung sind bis heute allerdings erst rund 28 Millionen vorhanden, diese kamen Dank Spenden sowie Beiträgen von Stiftungen und Donatoren zusammen. Weil dem Zoo noch dreizehn Millionen Franken fehlen, wurde der Baustart noch nicht exakt festgelegt. Dies erklärte Zoo-Direktor Alex Rübel gegenüber der Online-Ausagabe des "Tages-Anzeigers". Allerdings geht man laut Rübel davon aus, dass sich das Geld aufbringen lässt. Man sei zuversichtlich, mit einer Aktion über den Winter den grösste3n Teil des benötitgten Geldes zu erhalten, so Rübel weiter. - Die Groberschliessung der Anlage wird über die Infrastruktursubventionen von Stadt und Kanton finanziert.
 
Der Name des neuen Zuhauses der Elefanten - "Kaeng Krachan Elefantenpark" - lehnt sich an den gleichnamigen Nationalpark in Thailand an. Ähnlich wie bei der Masoala Regenwald ist der Zoo eine enge Zusammenarbeit mit der Wildlife Conservation Society eingegangen. Die von Zoobesuchenden gespendeten Naturschutzgelder fliessen in Projekte zur Erhaltung der Elefanten und ihrer Lebensräume. (mai)