Wo der Beton rockt

Wo der Beton rockt

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Teaserbild-Quelle: zvg
Das alljährliche Musikfestival im dänischen Roskilde ist längst Legende. Nach 40 Jahren – erstmals ging es 1971 über die Bühne – erhält das Riesen-Openair nun ein eigenes Museum, eine Musikschule und ein Besucherzentrum.
 
 
 
Untergebracht werden diese in der ehemaligen Unicon-Betonfabrik: Zurzeit nutzen Künstler, Skater und Musiker die stillgelegte Anlage. Sie soll nun zu einem multifunktionalen Festivalgebäude umgebaut werden und gleichzeitig aber ihre heutige Atmosphäre bewahren. Für das Projekt wurde ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, den das holländische Büro MVRDV in Zusammenarbeit mit den Architekten von COBE aus Kopenhagen mit dem Vorschlag «Rockmagneten» gewann.
 
 
«Wir wollten einen Kontrast zu schaffen, in dem wir möglichst viel von der alten Fabrik erhalten und die neuen Volumen auf Bestehendes aufsetzen», erklären die MVDRV-Architekten auf ihrer Website. Dennoch liegt der Schwerpunkt ihres Projektes eher auf den neuen Bereichen. Oder vielmehr auf dem Museum, dessen Fassade aus lauter Goldstacheln besteht. Ausgefallen ist auch das Informations- und Besucherzentrum. In seine Gummifassade sind Lautsprecher integriert, die sich für Konzerte auf dem Platz vor dem Museum nutzen lassen. Nicht weniger extravagant wird die Roskilde Festival Folkschool: Sie kommt in einer Fabrikhalle unter, auf deren Dach ein dreistöckiges, kreisförmiger Aufsatz zu stehen kommt, in dem rund 80 Studenten wohnen können. (mai)