Wirtschaftskommission plant Vorstoss zur Arbeitszeiterfassung

Wirtschaftskommission plant Vorstoss zur Arbeitszeiterfassung

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Die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK) begrüsst die Einigung der Sozialpartner zur Arbeitszeiterfassung. Allerdings sind in ihren Augen einige Punkte noch ungeklärt. Man wolle das Thema im ersten Quartal des nächsten Jahres wieder aufgreifen und allenfalls eine Kommissionsmotion dazu einreichen, teilte die WAK mit.

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Der Bundesrat hatte die Vorschriften zur Arbeitszeiterfassung vor kurzem gelockert. Angestellte mit einem Bruttoeinkommen von über 120'000 Franken, die ihre Arbeitszeiten mehrheitlich selber bestimmen können, müssen ihre Arbeitsstunden ab kommendem Jahr nicht mehr erfassen. Voraussetzung ist, dass dies in einem Gesamtarbeitsvertrag vorgesehen ist. Eine Lockerung ist auch für weniger gut verdienende Angestellte vorgesehen: Wer seine Arbeitszeiten zu mindestens 25 Prozent selber bestimmen kann, muss künftig nur noch die Gesamtdauer der täglichen Arbeitszeit dokumentieren - und nicht mehr Arbeitsbeginn und -ende.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sprach bei der Präsentation von einem Durchbruch. Über eine Lockerung der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung war seit Jahren diskutiert worden. Diesen Frühling konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften schliesslich einigen. (sda)