Wird die „Femme de Vals“ von Coca Cola gebodigt?

Wird die „Femme de Vals“ von Coca Cola gebodigt?

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Die geplante „Femme de Vals“ (Visualisierung pd)

Remo Stoffels Traum vom höchsten Gebäude Europas steht möglicherweise auf einem wackligen Fundament: Coca Cola wehrt sich in Vals gegen Probebohrungen für die „Femme de Vals“.

Remo Stoffel will in seiner Heimatgemeinde Vals GR bekanntlich das höchste Gebäude Europas bauen. 381 Meter soll die Glasnadel, die er liebevoll „Femme de Vals“ nennt, in den Himmel ragen. Doch jetzt muss sich Stoffels Blick nicht in die Höhe, sondern in die Tiefe wenden. Denn Coca Cola wehrt sich gegen die geplanten Probebohrungen für den Mega-Turm, wie der Blick schreibt. Der Getränkemulti ist der Meinung, dass das geplante Bauwerk zum Grossteil in der Quellenschutzzone liegt. 2002 hatte das Unternehmen die Mineralquelle Vals für 190 Millionen Franken gekauft. Nun fürchtet man offenbar, dass die Bohrungen die Wasserqualität beeinträchtigen könnten. Mit seinen Bedenken ist Coca Cola nicht allein, auch die Gemeinde hegt Zweifel. „Wir dürfen nichts tun, was die Quelle gefährden könnte“, sagt Vals‘ Gemeindepräsident Stefan Schmid.

Remo Stoffel selbst ist überzeugt, dass „sein“ Turm ausserhalb der Schutzzone liegt. Die Geologen beider Seiten treffen sich deshalb noch diesen Monat zu einer Sitzung. Seinen Zeitplan hat der Geschäftsmann jedoch schon mal angepasst. Wie es im Blick weiter heisst, soll die Gemeindeversammlung nicht mehr wie vorgesehen im laufenden, sondern erst nächstes Jahr über das Projekt entscheiden. Dass es in Frage gestellt ist, verneint Stoffel und sagt: „Im Gegenteil, es nimmt täglich konkretere Formen an.“ (mt/pd)

Die geplante „Femme de Vals“ (Visualisierung pd)