Werden die Städte eng und grau?

Werden die Städte eng und grau?

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Teaserbild-Quelle: zvg
Eine Studie der Credit Suisse rechnet vor, dass die Schweiz 2020 neun Millionen Einwohnern Platz bieten muss. Raumplaner Roger Michelon empfiehlt, Siedlungen konsequent zu verdichten und warnt davor, zu euphorisch auf das Hochhaus zu setzen.
 
Die neue Credit Suisse-Studie «Die Struktur der Schweizer Wirtschaft 1998 bis 2020» geht davon aus, dass die Bevölkerung dank guter Konjunktur in den nächsten zehn Jahren von 7,8 auf knapp 9 Millionen Einwohner anwachsen wird. Hat sich die Siedlungsplanung bereits auf ein solches Szenario eingestellt?
Roger Michelon: Dass die Bevölkerung in diesem Ausmass zunehmen soll, ist für uns ein neuer Aspekt. Die Raumplanung musste sich in den vergangenen 20 Jahren nicht mit solch hohen Wachstumszahlen befassen. Gestützt auf diese Prognose rechnet aber beispielsweise der Kanton Aargau in seinem Richtplan bereits damit, dass die Bevölkerung in den nächsten 20 Jahren um 130 000 Einwohner wächst. Doch die Vergangenheit zeigt auch: Es gab immer schon Wachstumsregionen und solche mit Abwanderung, respektive Metropolitanräume wie Zürich oder Genf-Lausanne und Randgebiete. Dass jetzt aber ein grossflächiges Wachstum erwartet wird, ist für mich neu. Falls dies eintrifft, gilt es nicht mehr wie bisher zu überlegen, wie eine Siedlungsentwicklung angekurbelt und gelenkt werden kann. Vielmehr ist in Wachstumsregionen ein Bevölkerungsdruck gegeben. Und die Raumplaner haben dann dafür zu sorgen, dass er geordnet aufgefangen werden kann.
 
In der Schweiz wird es also eng.
Die Schweiz hat zahlreiche Berge und viel Brachland. Gerechnet auf die gesamte Landesfläche wird es nicht eng, in den Siedlungszentren hingegen schon. Dort stellt sich die Frage, wie wir mit dem verfügbaren Raum umgehen. Wir können uns weiter in das Kulturland hineinfressen und die Zersiedlung vorantreiben. Doch das geht auf Kosten von Landwirtschaft und Natur. Wir müssen uns künftig klar die Frage stellen, wie viel neues Land wir für Siedlungen hergeben wollen.
 
Die Raumplanung versucht, die Entwicklung zu bündeln. In den Zentren ist der Platz allerdings nicht einfach so vorhanden. Dort aber sollten wir wachsen. Diese Gebiete sind für den motorisierten und öffentlichen Verkehr gut erschlossen und Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden.
 
Die Zersiedelung habe sich allein schon im Zeitraum von 1951 bis 2002 verdoppelt, legen der Geograf Christian Schwick und sein Forscherteam in der Analyse «Zersiedelung der Schweiz – unaufhaltsam?» fest. Können Hochhäuser und eine konsequente Verdichtung nach innen eine weitere Zersiedlung stoppen?
Ein haushälterischer Umgang mit Land erfordert klare Überlegungen, wie Wohnraum geschaffen wird. Vereinfacht gesagt: Einfamilienhäuser brauchen weit mehr Land als der mehrgeschossige Wohnbau. Die Zersiedlung im Mittelland entstand hauptsächlich, weil die nach dem Zweiten Weltkrieg geborene Generation der Babyboomer zahlreiche Einfamilienhäuser gebaut hat. Jetzt aber stellt sich die Frage: Wer baut in Zukunft? Was ist unser Wohnbedarf? Hier bin ich der Meinung, dass es aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung nicht mehr viele Einfamilienhäuser sein werden.
 
Ist eine Verdichtung durch Hochhäuser der
Königsweg?
Ob das Hochhaus wirklich die erwünschte Verdichtung bringt, darüber herrscht ein Expertenstreit. Nehmen wir dazu beispielsweise das Luzerner Baugesetz. Darin steht, dass unter bestimmten Voraussetzungen Hochhäuser gebaut werden dürfen. Doch die Ausnutzungsziffer darf nicht höher sein als diejenige der normalen Zonennutzung. Das heisst: Zu einem Hochhaus mit seinen zahlreichen Bewohnern gehören grosszügige Spielplätze, Treffpunkte und Grünflächen. Mit einem städtischen Hochhaus darf dieses Konzept nicht verglichen werden. Wird zudem zu stark verdichtet, so stimuliert dies die Tendenz zur Zweitwohnung für die Freizeit. Wer zu eng wohnt, sucht gerne einen Ausgleich auf dem Land. Auf die Gesamtbilanz könnte sich dies negativer auswirken, als wenn die Einwohner einer Stadt oder Agglomeration sich im Alltag vor Ort erholen können. Deshalb: Allein den Bau von Hochhäusern zu forcieren, löst das Problem der wachsenden Bevölkerung nicht. Hochhäuser sollen nicht massenweise gebaut, sondern vereinzelt und präzise in ein Stadtbild eingefügt werden.
 
Welche Art der Verdichtung schlagen Sie vor?
Zuerst stellt sich die Frage: Wo sollen in einer Stadt oder Agglomeration neue Bewohner überhaupt angesiedelt werden? Für die innere Verdichtung gelten drei Grundsätze: Dort, wo es Sinn macht, sollen Siedlungslücken gefüllt werden. Beispielsweise kann dies nicht eingezontes Land oder die Brache eines nicht mehr genutzten Industrie- und Gewerbeareals sein. Zweitens können Siedlungen besser genutzt werden, indem ein Einfamilienhausquartier aufgehoben oder eine dreigeschossige Zone zu einer fünfgeschossigen aufgewertet wird. Erst dann sollen drittens neue Bauzonen am Siedlungsrand erschlossen werden.
 
Verdichtetes Bauen führt zu grauen, düsteren Städten mit wenig Licht, viel Lärm und spärlichem Grün, behaupten Skeptiker einer solchen Siedlungspolitik.
Es ist zu unterscheiden, ob beim verdichteten Bauen das Maximum oder das Optimum angestrebt wird. Wer nur auf Rendite baut, will das Maximum. Dann läuft es in die befürchtete Richtung der düsteren Siedlung. Eine geordnete Planung strebt aber das Optimum an. Sie stellt sich die Frage nach der ertragbaren Dichte und klärt genauestens ab, ob ein Hochhaus überhaupt ins Stadtbild passt. Möglichst grosse und zahlreiche Hochhäuser setzen unseren Städten zu. Das Ortsbild und der Verkehr sind planerisch im Auge zu behalten. Zusätzlich entscheiden bei gleicher Ausnutzungsziffer die Qualität der Architektur und eine intelligente Landnutzung sehr stark, ob verdichtetes Bauen von den Bewohnern positiv oder negativ empfunden wird.
 
Die Theorie der Raum- und Siedlungsplanung ist in der Realpolitik mit sehr unterschiedlichen Interessen konfrontiert. Wie erleben Sie als Raumplaner die politische Stimmung?
Eine Mehrheit der Behörden unterstützt eine Politik, die auf Wachstum setzt. Entscheidend ist, ob die Bürger die Geschwindigkeit, das Ausmass und die Erträglichkeit mit der bestehenden Siedlung als vernünftig beurteilen. Ebenso lassen sich für Bauprojekte leicht Investoren finden. Bei der Ausführung beanspruchen die Bewohner heute hohe Qualität. In den 1960er und 70er Jahren hingegen wurde stark auf Quantität gesetzt.
 
Heute wird vor allem die Sicht des Nutzers stark hinterfragt: Für wen wird gebaut? Welche Bedürfnisse des Wohnens müssen erfüllt sein? In welchem Arbeitsplatzumfeld steht eine projektierte Überbauung? Die Verfahren, die eine solche Qualität garantieren sollen, sind komplexer geworden. Vielfach werden grossräumige Siedlungskonzepte ausgearbeitet und ein Architekturwettbewerb lanciert, noch bevor überhaupt eingezont wird. Die Bevölkerung will heute zuerst den Plan kennen, wie ein Ort überbaut werden soll. Die Behörden haben dies erkannt und steuern mit abgestufter Projektierung die Ortsplanung massgeblich. Immer weniger wird einfach eingezont und dann zugewartet, was passiert.
 
Was bedeutet das für die Raumplanung als gesetzliches Anliegen: Sollen die Gemeinden weiterhin hauptsächlich das Sagen haben? Mit der Landschaftsinitiative und dem Gegenvorschlag des Bundes, der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes, ist die Frage der Hoheit neu gestellt.
Die Schwierigkeit unserer Raumplanung liegt darin, dass es dem Bund untersagt ist zu planen. Gemäss dem föderalistisch geprägten Rahmengesetz von 1980 ist die Raumplanung Sache der Kantone. In der Praxis jedoch delegierten viele Kantone ihre Aufgabe weiter an die Gemeinden. Tatsache aber ist: Die Summe von 3000 Zonenplänen der Gemeinden und von 26 kantonalen Richtplänen gibt noch keine vernünftige Raumplanung Schweiz. Aus heutiger Sicht ist zu überlegen, ob nicht der Kanton oder sogar der Bund vermehrt lenkende Aufgabe übernehmen soll. In Zürich oder Genf beispielsweise wird die Raumplanung bereits heute erfolgreich vom Kanton gesteuert, wie das Kantonsmonitoring des Wirtschaftsverbands Avenir Suisse ausweist.
 
Wenn künftig die Wirtschaft und die Bevölkerung der Städte wachsen, so muss auch der Verkehr überdacht werden. Was sind hier die zentralen Probleme?
Den Planern muss es gelingen, dort neuen Wohnraum zu schaffen, wo der öffentliche Verkehr bereits eine tragende Rolle übernimmt und seine Kapazität allenfalls noch ausgebaut werden kann. Viele Bauzonenreserven liegen aber heute nicht in den zentralen, für eine Entwicklung geeigneten Räumen. Der grösste Teil der Reserven liegt flächig verteilt in den Mittellanddörfern und den Kleinstädten. Für eine solche Besiedlung braucht es viel Verkehrsinfrastruktur, vor allem Strassen. Denn mit dem öffentlichen Verkehr können zerstreute Siedlungen in der Landschaft nicht kostengünstig erschlossen werden.
 
Urs Rüttimann
 
 
 
Sensibler politischer Prozess
 

Bürger fordert Bauten mit Qualität

 

Wachstumspläne durchzusetzen ist für die Behörde ein heikles Unterfangen. Nur auf Rendite ausgerichtet Projekte scheitern am Volksverdikt.
 
Manche Gemeinden stellen sich bereits in ihren Richtplänen auf starkes Bevölkerungswachstum ein. Doch solche Pläne gehen häufig nicht reibungslos durch die demokratischen Instanzen. Für rote Köpfe beispielsweise sorgte die Revision der Ortsplanung in Neuenkirch LU. Sie ging davon aus, in den nächsten Jahren die Einwohnerzahl von 6000 auf 7500 Einwohnern hochzuschrauben. Dagegen macht nun die Interessengemeinschaft Pro Neuenkirch mobil und sammelte innert weniger Tage 300 Unterschriften , um die «massiven Wachstumspläne» der Gemeinde zu stutzen. Ob die IG oder der Gemeinderat das Seilziehen gewinnen wird, ist noch offen.

Auch in Möhlin AG provozierte der Gemeinderat Widerstand, als er zwölf Hektaren neues Bauland einzonte. Knapp 10 000 Einwohner zählt die Gemeinde jetzt. Bis 2025 könnten 2140 neue Bewohner hinzukommen, rechnet die Behörde vor. Das Parlament stimmte der umstrittenen Einzonung schliesslich zu.

Der Bürger hinterfrage die Siedlungs- und Baupläne aus der Sicht des Nutzers und verlange Qualität, sagt Roger Michelon, Geschäftsführer der Planteam S AG in Sempach Station. Besonderes Fingerspitzengefühl war in der wirtschaftlich boomenden Stadt Zug angesagt, wo das Planteam S mit der Revision der Ortsplanung beauftragt war. «Sowohl in der Stadt als auch in der Agglomeration herrscht ein riesiger Druck auf Wohnraum und Arbeitsfläche. Dabei wäre in Zug finanziell offensichtlich fast alles realisierbar», schildert Michelon.


Erfolgreiche Verdichtung in Zug


Für die mittlerweile abgeschlossene Stadtplanung überlegten sich die Planer deshalb genau, welche Gebiete ihren heutigen Charakter behalten und welche für Wachstum zugänglich gemacht werden sollten. Weiter wurde darüber nachgedacht, wie die zu dicht bebauten Hanglagen entlastet werden konnten. Die hohen Häuser dort sind sehr umstritten. Im Rahmen von Gesamtüberbauungen sind solche Bauten künftig zwar nach wie vor möglich. Es ist aber darauf zu achten, dass sie im hintersten Teil einer Siedlung stehen, damit sie den vorderen Häusern nicht die Sicht auf die Stadt verdecken. Zusätzlich wurde für die Stadtplanung ein Hochhauskonzept ausgearbeitet, das die dafür geeigneten Quartiere festlegt. Schliesslich sind, vor allem in Seenähe, unbebaute Gebiete für spezielle Nutzung oder als öffentliche Grünfläche freibehalten worden.

Mit einer konsequenten inneren Verdichtung haben die Verantwortlichen im gesamten Kanton Zug bereits 1994 begonnen. Folglich erhöhte sich die Siedlungsfläche bis 2007 nur um zwei Prozent. Zwischen 1982 und 1994 habe die Siedlungsfläche jährlich noch um durchschnittlich 1,2 Prozent oder 31 Hektaren zugenommen, sagt der Zuger Baudirektor Heinz Tännler. Ihr Anteil an der Gesamtfläche liegt 2010 bei 16 Prozent. Dieser Wert kann mit den Nachbarskantonen Aargau (17 Prozent), Zürich (23) und Luzern (10) verglichen werden. Gleichzeitig ging im Kanton Zug die Siedlungsfläche pro Einwohner und Beschäftigten von 1982 und 1994 um 9 m² und zwischen 1994 und 2007 sogar um 27 m² zurück. Im Kanton Zug liegt die Fläche pro Person bei 172 m², in Aargau bei 275 m², in Zürich bei 178 m² und in Luzern bei 257 m². «Insofern», so Tännler, «liegt der Kanton Zug, was die Entwicklung nach innen betrifft, auf Kurs.»

In anderen Städten oder Zentren der Schweiz sind vergleichbare Konzepte angedacht oder bereits beschlossen. Beispielweise ist in diesem Sinne soeben die Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern überarbeitet worden. Ende 2007 kamen die Stadtplaner noch zum Schluss, dass gemäss alter BZO für 2200 bis 3300 Einwohner und 1100 bis 1700 Arbeitsplätze Reserven vorhanden sind. Neuerdings will der Luzerner Stadtrat innert 15 Jahren 2200 bis 3100 Arbeitsplätze und Wohnraum für 6700 bis 8300 Zuzüger schaffen. «Auch wenn es in der Stadt Luzern nur noch geringe Entwicklungsreserven hat, wird geprüft, wo mit einer inneren Verdichtung der vorhandenen Bausubstanz oder mit Hochhäusern zusätzlich Wohn- und Arbeitsplätze geschaffen werden können», legt der Bericht zur BZO-Revision fest.  Diese Marschroute ist inzwischen von allen Parteien im Wesentlichen begrüsst worden.


Luzern schützt seine Silhouette


Kernstück der neuen BZO ist das Hochhauskonzept der Regionalplanung Luzern, das nebst der Stadt weitere 18 Agglomerationsgemeinden umfasst. Dieses Konzept mit Vorschlagscharakter soll künftig verbindlich sein. Darin ist für die Stadt Luzern festgelegt, dass keine weiteren Hochhäuser über 35 Meter gebaut werden. Unterschieden wird zudem zwischen «hohen Häusern bis zu 35 Metern» und «Hochhäusern über 35 Meter». Mit hohen Häusern soll in einzelnen Quartieren oder Plätzen städtebaulich eine Betonung gesetzt werden. Bisher war die Bauhöhe in der Alt- und Neustadt auf 20 Meter beschränkt. Gestützt auf diese Studie setzen sich die Stadtplaner zudem dafür ein, die Silhouette im Luzerner Seebecken nicht mit hohen Häusern oder Hochhäusern zu durchbrechen. «Investoren für solche Überbauungen liessen sich leicht finden», weiss  Roger Michelon vom Planteam S. «Doch das Gebäudeensemble am Seeufer ist stimmig und für die Stadt prägend.»
 
(ur)
 
 

Verschärfter Wettbewerb trotz Wachstum

«Die Schweizer Wirtschaft geht gesund oder sogar gestärkt aus der jüngsten Krise hervor», hält die Credit Suisse in ihrer Studie «Die Strukturen der Schweizer Wirtschaft 1998–2020» fest. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte und Unternehmern bleibe die Schweiz dank politischer Stabilität und hoher Standortqualität ein sicherer Hafen. Doch im CS-Szenario offenbaren sich gerade in der «beschränkt dehnbaren Geografie» auch die «Grenzen des Wachstums». Denn bis 2020 soll die Bevölkerung der Schweiz von 7,8 auf fast 9 Millionen anwachsen.
 
«Auf dem Flickenteppich des Schweizer Mittellandes ist die Bevölkerungsdichte mit rund 400 Personen pro Quadratkilometer schon heute gleich hoch wie in den Niederlanden», kommentiert die Studie weiter. Trotz sauberer Technologie und geordneter Raumplanung werde die Ökologie damit strapaziert. «In der Summe könnte indes kein Idyll, sondern ein Grünflächen optimierender, verdichteter Siedlungsraum um die bestehenden städtischen Zentren entstehen.»
 

Arbeitsabläufe weiter straffen

 
Einwanderung und Firmergründungen sorgen auch in den nächsten zehn Jahren für eine hohe Nachfrage nach Bauleistungen. Doch die Unternehmen müssten die «weitgehend ausgeschöpfte Rationalisierung» der Arbeitsabläufe weiter vorantreiben, so die CS-Studie. «Der ohnehin schon starke Wettbewerb dürfte sich aufgrund fortschreitender Internationalisierung der Branche verschärfen und Unternehmen zu klaren Geschäftsstrategien zwingen.» Zu erwarten ist, dass sich die Entwicklung zu wenigen grossen Generalisten und vielen kleinen Spezialisten fortsetzt.
 

Wohnraum für Senioren

 
«Im Einklang mit der Raumplanung muss sich die Baubranche künftig noch stärker darauf einstellen, Quartiere mit Um- und Aufbauten zu erneuern», sagt Roger Michelon, Geschäftsführer der Planteam S AG in Sempach LU. Seiner Einschätzung nach steht die Renovation zahlreicher kleinflächiger Genossenschaftswohnungen aus den 1960er Jahren an. Einfamilienhäuser indessen werden weit weniger erstellt als bisher, ist der Raumplaner überzeugt. «Sie sind zahlreich genug, umso mehr jetzt die Babyboomer der Nachkriegszeit ihre Einfamilienhäuser zu verlassen beginnen, um altersgerecht in den Zentren zu wohnen.» Dort könnten sie problemlos einkaufen und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. «Künftig wird der Wohnbau stark in diesen Zentren nachgefragt.»
(ur)
 
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