Wer wird Meister?

Wer wird Meister?

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Im Rahmen der Baumag findet die Schweizermeisterschaft für junge Maurer statt. Wer den Titel gewinnt, qualifiziert sich für die „WorldSkills London 2011“ – die nächste Berufsweltmeisterschaft.
 
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"Ich habe Freude am meinem Beruf", sagt Thomas Wegmüller, der um den Titel des Schweizer Maurermeisters kämpfen wird.
 
Die Stunde der Wahrheit naht: Sieben junge Maurer werden an der 15. Baumag um den Titel des Schweizermeisters kämpfen. Die Aufgabe besteht darin, in nur vier Tagen ein anspruchsvolles Mauerwerk zu erstellen. Wichtig dabei ist, dass die Arbeit präzise ausgeführt wird. Da aber die Zeit für die Lösung der Aufgabe sehr knapp bemessen ist, müssen die Titelanwärter auch auf ihre Geschwindigkeit achten. „Darin besteht die eigentliche Herausforderung: schnellund gleichzeitig genau zu arbeiten“, sagt Ruedi Signer, Chefexperte der Meisterschaften. Sieger ist, wer die höchste Punktzahl erzielt. „Motivation und Einsatzfreude der sieben Kandidatensind sehr gross, denn der Beste erhält das Ticket nach London. Dort kann sich der Schweizermeistervom 5. bis 10. Oktober mit der internationalen Konkurrenz messen“, sagt Andreas Hauenstein, Messeleiter der Baumag.

Spezielle Evaluation

Organisator der Schweizermeisterschaft für junge Maurer ist Patrik Birrer, Geschäftsführer der Maurerlehrhallen Sursee. Unterstützt wird er vom Schweizerischen Baumeisterverband (SBV), der davon überzeugt ist, dass mit dem Wettkampf der Maurerberuf an Ansehen und Attraktivität gewinnt. Um die sieben Kandidaten für den Meistertitel zu evaluieren, wurde die Schweiz in drei Regionen eingeteilt. Die Kandidaten für die Vorausscheidungen wurden jeweils von der Region selber bestimmt. Ein Jahr vor der Schweizermeisterschaft traten die Auserwählten gegeneinander an, sodass zum Schluss nur noch die besten der besten für die Schweizermeisterschaft übrig geblieben sind. Diese sieben Kandidaten haben an der Baumag nun die Möglichkeit den Titel zu erobern und nach London zu gehen. Begleitet wird der Sieger vom Chefexperten Ruedi Signer. Am Wettbewerb teilnehmen konnten sowohl Lehrlinge als auch junge Berufsleute. Bedingung war, dass der Bewerber im Oktober 2011, wenn die Weltmeisterschaft stattfindet, nicht älter als 22 Jahre alt ist. Ausserdem musste er sich durch überdurchschnittliche Leistungen auszeichnen, das Schweizer Bürgerrecht besitzen und in einer Unternehmung des Bauhauptgewerbes arbeiten. (ffi/mgt)
 
Die Kandidaten der Schweizermeisterschaft: Thomas Wegmüller, Firma P. Wegmüller Bau GmbH, Lochneuhaus, 3418 Rüegsbach; Morgan Conus, Firma Conus Constructions SA, 1674 Vuarmarens; Christian Brühwiler, Firma Thomas Brühwiler AG, 9245 Oberbüren; Adrian Tiefenauer, Firma Tschanen AG, 8555 Müllheim Dorf; Niklaus Heinimann, Firma Ernst Heinimann Bauunternehmung, 4431 Bennwil; Valentino Piepoli, Firma Arrigo et Cie SA, 2034 Peseux; Mirco Buff, Firma Mati AG, 8050 Zürich
 

Meister-Kandidat Thomas Wegmüller im Interview

„Ich gebe mein Bestes“

Warum sind Sie Maurer geworden?
Thomas Wegmüller: Ich bin schon als kleiner Junge mit meinem Vater auf den Bau gegangen. Darum war für mich schon lange klar, dass ich Maurer werden wollte. Mir gefällt die vielseitige Arbeit.
 
Es ist das zweite Mal, dass Sie in einem Wettbewerb Ihr Können als Maurer unter Beweis stellen. Nach der Vorausscheidung geht’s nun um den Meistertitel. Ändert sich für Sie dadurch etwas?
Für mich macht das eigentlich keinen grossen Unterschied. Eine gewisse Anspannung ist sicher schon da. Aber ich probiere, möglichst ruhig zu bleiben. Ich gebe einfach mein Bestes.
 
Wie fühlt es sich an, so öffentlich zu arbeiten?
Am Anfang kam ich mir schon ein wenig vor wie im Zoo. Aber mittlerweile habe ich gelernt, die Leute einfach gar nicht mehr wahrzunehmen.
 
Wie hoch sind Ihre Chancen auf den Sieg?
Ich denke schon, dass ich mithalten kann. Aber es kann auch jedem einmal ein grösserer Fehler passieren. Deshalb denke ich auch, dass es noch ein kleines bisschen Glück braucht. Vieles ist noch möglich. Deshalb wage ich keine Prognosen.
 
Was ist Ihre besondere Stärke?
Ich habe Freude am meinem Beruf. Ich denke das ist am wichtigsten.
 
Was geht Ihnen während des Wettkampfs durch den Kopf? Achten Sie auf die Mitbewerber?
Man schaut automatisch auch auf die anderen. Aber man muss aufpassen, dass man sich dadurch nicht stressen lässt.
 
Wie wichtig ist Ihnen der Titel?
Es wäre schön, zu gewinnen. Ich bin aber schon stolz, überhaupt so weit gekommen zu sein. (ffi)