Wenn sie nicht ausgeschaltet wurde, leuchtet sie noch heute...

Wenn sie nicht ausgeschaltet wurde, leuchtet sie noch heute...

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Der deutsche Maler und Bildhauer Georg Baselitz hält das Verbot von Glühbirnen der EU für „völligen Schwachsinn“. Nun macht er sich mit anderen Kreativen für den Erhalt der Glühbirne stark.
 
Glühbirnen sollen in Zukunft nicht mehr leuchten. So will es die EU in ihrem Beschluss zur Abschaffung der Glühbirne. Doch einigen passt dies nicht: "Wenn Sie Lampen aus den 30er oder 50er Jahren haben, brauchen Sie passende Leuchtmittel, nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch. Ohne Glühbirne können Sie viele Lampen wegschmeissen“, erklärte Baselitz in einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins "Fokus". Zudem hat der Maler und Bildhauer ein besonderes Verhältnis zum altmodischen Leuchtkörper: Er habe schon als Student die Glühbirne gemalt. "Sie sei "fast ein mythologisches Instrument wie Blitz und Feuer", so Baselitz.
 
In einer Petition wehrt er sich nun gemeinsam mit rund 100 anderen Kreativen gegen den EU-Beschlusses zur Abschaffung der Glühbirne. Er sei nicht gegen die Rücknahme des Verbots weil er konservativ sei, präzisiert Baselitz, sondern weil er gegen Ideologien sei und hinter diesen meist geschäftliche Interessen steckten. Er plädiere dafür, die herkömmlich Glühbirne weiter zu entwickeln, so wie man den Benzinmotor weiter entwickelt habe, als das Öl knapp geworden sei. (mai/sda)