Wenn sich Frosch und Fliege über Biber freuen

Wenn sich Frosch und Fliege über Biber freuen

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Teaserbild-Quelle: Pixelio
An Schweizer Gewässern leben heute rund 1600 Biber. Mit ihren Bauten fördern sie die Biodiversität. Dennoch geraten sie immer wieder in Konflikt mit den Menschen. Eine vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlichte Broschüre zeigt auf, wie überschwemmte Felder oder andere Schäden verhindert werden.
 
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Biber unterstützen mit ihrer Bautätigkeit die Artenvielfalt.
 
Am besten vermeiden lassen sich Konflikte, wenn den Bibern genug Lebensraum gewährt wird: Die Nager brauchen einen Uferstreifen von 10 bis 20 Metern, den sie möglichst nach ihren Bedürfnissen gestalten können. Noch besser ist ein Gehölzsaum entlang von Biber-Gewässern. Möglichkeiten, solche Zonen zu realisieren, bieten die Revitalisierungs-Bemühungen für Schweizer Gewässer, bei denen kanalisierte Gewässer in ihren natürlichen Zustand zurückgebaut werden.

Mit ihren Grab- und Stauarbeiten fördern die Biber die Artenvielfalt. Von ihren Bauten und den stetigen Veränderungen entlang der Gewässer profitiert eine Vielzahl von Insekten, Amphibien, Fischen und Vögeln. Neben den Ratschlägen zum Umgang mit den Bibern enthält die Broschüre "Mit dem Biber leben" Karten über seine Verbreitung in den einzelnen Kantonen. Dabei stützt sich dasa BAFU auf vor zwei Jahren durchgeführte nationale Biber- Erhebung. Der Studie zufolge leben in der Schweiz 50 Jahre nach der Wiederansiedlung der Biber wieder rund 1600 Exemplare in freier Wildbahn. Der Biber war hierzulande vor etwa 200 Jahren ausgerottet worden. (sda)