Wenn Bürotürme die Kreativität fördern

Wenn Bürotürme die Kreativität fördern

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Wer etwa in den oberen Stockwerken des Zürcher Prime Towers arbeitet, ist zumindest mit einem Fensterplatz privilegiert. Sicht auf Stadtpanorama, Himmel und Wolken können sich positiv auf die Arbeit auswirken. Dies bestätigt die Architekturpsychologin Rotraut Walden von der Universität Konstanz gegenüber dem Newsportal des Tages-Anzeigers.

Beweise dafür, dass sich solch luftige Arbeitsorte die Psyche positiv beeinflussen, gibt es dennoch wenige. Die spezifische Wirkung von Hochhausbüros auf Befinden und Leistung von Menschen sei bisher kaum erforscht, sagt Walden. Obwohl dies laut der Psychologin in Anbetracht der herrschenden Hochhauseuphorie eigentlich nötig wäre. Dass Aussicht auch ablenkt, glaubt sie nicht. Vielmehr sind unterschiedliche Atmosphären für die Arbeit wichtig. Dies, je nach dem was gefragt ist. Will man sich auf etwas konzentrieren, ist grosszügige Aussicht weniger gefragt, als bei der Suche nach Inspiration.

Überhaupt rät Walden bei Büroräumen vor zu viel Durchblick ab. Das betrifft vor allem jenen nach Innen. Das heisst, wenn beispielsweise Treppen oder Lift ebenfalls aus Glas bestehen. Wie die Expertin gegenüber dem „Tages-Anzeiger“ ausführt, müssen sich Mitarbeiter zurück ziehen können und dürfen sich in weitläufigen Grossraumbüros nicht beobachtet fühlen. (mai)

Den Artikel aus dem Tages-Anzeiger finden sie hier: www.tagesanzeiger.ch