Wenn Architektur das Business beflügelt

Wenn Architektur das Business beflügelt

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Teaserbild-Quelle: zvg
Bereits zum zweiten Mal wurde 2010 der „Award für Marketing + Architektur“ vergeben. Die Ausstellung mit allen Siegerprojekten und den Nominationen ist noch bis zum 24. März an der ETH Zürich zu sehen.
 
 
Wie sehen Architektur gewordene Unternehmensidentitäten- und Philosophien, Marketingstrategien oder Brandinginszenierungen im Jahre 2010 aus? Dieser Frage im Spannungsfeld der Disziplinen Marketing und Architektur geht die Ausstellung nach. Anhand der 26 nominierten Eingaben des «Award für Marketing + Architektur» zeigt die Werkschau die vielfältigen Möglichkeiten der gebauten Repräsentation. Der «Award für Marketing + Architektur», die Auszeichnung für hochwertige Corporate Architecture, wurde im April 2010 zum zweiten Mal verliehen. Unter den 85 Wettbewerbsbeiträgen, was einer Verdoppelung gegenüber der Erstaustragung 2008 gleichkommt, wurde eine markante Qualitätssteigerung festgestellt. Diese stark vergrösserte Resonanz zeigt, dass der dreidimensionale Image- und Identitätstransfer durch Architektur zu einem wichtigen Thema für Architekten, Bauherren und Kommunikationsfachleute geworden ist.
 
Eine interdisziplinäre Jury unter Leitung von Christof Glaus, Stücheli Architekten AG, bestimmte die Sieger der sechs Kategorien und vergab zwei Sonderpreise. Der Hauptpreis sowie der Sonderpreis «Green Technology» wurde an die Jugendherberge Scuol verliehen; ein monolithischer Einzelbau, der die Massivität eines alten Engadiner Hauses ausstrahlt, für den Ort gebaut ist und gleichzeitig die Philosophie der Bauherrschaft verkörpert. Die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus, Bauherrin der Schweizer Jugendherbergen, hat sich vom «verstaubten» Image verabschiedet und zu einem modernen Tourismusanbieter gewandelt. In der Architektur ist diese Transformation gut erkenn- und nachvollziehbar. Die Ausstellung, die noch bis zum 24. März in der ETH Hönggerberg zu sehen ist, zeigt anhand aller 26 nominierten Eingaben auf, mit welchen Mitteln oder subtilen Eingriffen hochwertige Corporate Architecture entsteht und porträtiert Lösungen in Materialisierung, Form und Wirkung. Offnungszeiten: Mo bis Fr, 8 bis 22 Uhr, Sa/So und Feiertage geschlossen.  (mgt/tst)
 

Hauptsieger / Kategoriesieger C / Sonderpreis «Green Technology»

Jugendherberge Scuol, Scuol, Neubau, 2007
Bauherrschaft: Schweiz. Stiftung für Sozialtourismus, Zürich / Architektur: ARGE Sursass (Marisa Feuerstein, Annabelle Breitenbach, Men Clalüna, Jon Armon Strimer), Scuol
 

Kategoriensieger

Kategorie A / Büro- und Geschäftshäuser, Industrie- und Gewerberäumlichkeiten:
LAUFEN Forum, Laufen, Neubau, Fertigstellung 2009
Bauherrschaft: Keramik Laufen AG, Laufen / Architektur: Nissen & Wentzlaff Architekten AG, Basel
 
Kategorie B / Warenhäuser, Läden, Kundencenters, Flagship-Stores, Showrooms:
Verkaufsraum Ida Gut, Zürich, Umbau, Fertigstellung 2007
Bauherrschaft: Ida Gut AG, Zürich / Architektur: Froelich & Hsu Architekten, Zürich / Identity
Management: UR Management GmbH, Zürich
 
Kategorie C / Hotels, Restaurants, Sport- und Wellnessanlagen:
Jugendherberge Scuol, Scuol, Neubau, Fertigstellung 2007
 
Kategorie D / Innenarchitektur, Messearchitektur:
Open Systems Headquarter, Zürich, Umbau, Fertigstellung 2009
Bauherrschaft: Open Systems AG, Zürich / Architektur: Meury Architektur, Zürich
 
Kategorie E / Öffentliche Gebäude, Museen, Bahnhöfe:
Festhütte «Pentorama», Amriswil, Neubau, Fertigstellung 2007
Bauherrschaft: Stadt Amriswil / Architektur: Müller Sigrist Architekten, Zürich
 
Kategorie F / Schweizer Niederlassungen im Ausland:
Rehauwork – Buten, Rehau (D), Umbau, Fertigstellung 2004
Bauherrschaft: Rehau AG, Rehau / Architektur: WEBERWÜRSCHINGER Architekten mbH, Berlin
 
Sonderpreis «Beste Teamleistung»:
Filialen Raiffeisenbank; Raiffeisen, Eggiwil, Umbau, Fertigstellung 2009
Bauherrschaft: Raiffeisenbank Oberemmental / Architektur: werk.architekten, Langnau