Wenn Architekten „Zeichen“ setzen

Wenn Architekten „Zeichen“ setzen

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Teaserbild-Quelle: zvg
Ein musterhaftes Projekt im wörtlichen Sinne ist der Kubus des Zentrums für Digitale Künste, den die Architekten von PAX.ARQ und Vazquez Junqueira Arquitetura für São Paulo entworfen haben: Seine Fassade schmücken zahllose Ornamente.
 
 
Ein Vexierbild, ein endloses Muster oder doch Tausende von rätselhaften Hieroglyphen? Die wild verzierte Hülle des künftigen Zentrums für digitale Künste von São Paulo steht in einem starkem Kontrast zu seinem einfarbigen, leuchtend roten Innenleben. Doch sie bietet mehr als nur ein chaotisch anmutendes Formenspiel. «Die Fassade wird mit einem sich wechselnden, undurchsichtigem und transparentem Material überzogen», erklären die Architekten der beiden brasilianischen Büros PAX.ARQ und Vazquez Junqueira Arquitetura, aus deren Feder der Entwurf stammt. Mit seiner sich verändernden Hülle soll das Bauwerk Bezug nehmen auf die darin stattfindenden Aktivitäten und gleichzeitig auf die Umgebung des Zentrums reagieren, auf die angrenzenden Bauwerke und auf die Passanten. Deswegen schlagen die Architekten auch vor, das Zentrum so zu konzipieren, dass man unter ihm hindurch gehen kann.
 
Ob das verspielte Gebäude dereinst so gebaut wird, muss sich erst noch zeigen. Denn der Kubus ist lediglich eine Studie für das Kulturministerium der brasilianischen Metropole. (mai)