Weniger Wohnungen in Lausanne und Genf

Weniger Wohnungen in Lausanne und Genf

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Der Boom im Wohnungsbau flacht ab. Die Zahl der baubewilligten Wohnungen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um elf Prozent. Dies geht aus den vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Zahlen zur Wohnbautätigkeit hervor.
 
Gesamthaft nahm die Zahl der baubewilligten Wohnungen laut BFS schweizweit im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11 Prozent ab. Neu erstellt wurden in den ersten drei Monaten knapp 4 Prozent weniger als im letzten Jahr. Bei den in Bau befindlichen Wohnungen wurde ein Anstieg von 3 Prozent registriert

Neu erstellte Wohnungen

Im ersten Quartal wurden in der Schweiz rund 8910 Wohnungen neu gebaut, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ein Rückgang von knapp 4 Prozent bedeutet. Die Betrachtung nach Gemeindegrössen zeigt, dass die Zahl der neu gebauten Wohnungen in Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern abnahm, während Gemeinden mit weniger als 2001 Einwohnern eine Zunahme verzeichnen konnten. Dies gilt auch in den Agglomerationen der fünf grössten Städte: Hier nahm die Zahl der insgesamt neu erstellten Wohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 7 Prozent zu. Allerdings betrifft dies nur die Agglomerationen Basel, Bern und Zürich. In den Agglomerationen Lausanne und Genf wurden weniger Neuwohnungen erstellt.

Im Bau befindliche Wohnungen

Ende des ersten Quartals befanden sich schweizweit 69'760 Wohnungen im Bau. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Zahl der im Bau befindlichen Wohnungen um 3 Prozent. Die Agglomerationen der fünf grössten Städte wiesen insgesamt 25'170 im Bau befindliche Wohnungen aus, was im Jahresvergleich einem Anstieg von 1 Prozent entspricht. Allerdings standen Ende März nur in der Agglomeration Genf mehr Wohnungen im Bau als im 2001, während es in den restlichen Agglomerationen weniger sind.

Baubewilligte Wohnungen

Im ersten Quartal wurden für 12'260 Wohnungen Baubewilligungen erteilt. Damit sank die Zahl der baubewilligten Wohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 Prozent. In Gemeinden mit weniger als 10'001 Einwohnern ging die Zahl der baubewilligten Wohnungen zurück, in Gemeinden mit mehr als 10‘000 Einwohnern nahm sie hingegen zu. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte nahmen die baubewilligten Wohnungen gesamthaft um 9 Prozent zu. Allerdings stiegen sie nur in den Agglomerationen Genf und Basel an, während die anderen Agglomerationen Rückgänge verzeichneten. (mai/mgt)