Weniger Verkehr, mehr Hochwasserschutz

Weniger Verkehr, mehr Hochwasserschutz

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Es ist so weit: Heute haben nach 25 Jahren Planung in Worb die Arbeiten für die Verkehrsberuhigung und den Hochwasserschutz begonnen. Das 69 Millionen Franken schwere Projekt sieht neben anderem eine neue Umfahrungsstrasse vor.
 
Das Projekt war zuletzt wegen einer hängigen Beschwerde bis im Dezember vergangenen Jahres blockiert gewesen. Erst als die Privatperson ihre Beschwerde zurückzog, war der Weg frei für den Baustart. Läuft nun alles nach Plan sind die Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen. Dies teilte die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion anlässlich des Spatenstichs vom heute mit.
 
Das Kernstück der Verkehrssanierung ist die 1,4 Kilometer lange Umfahrungsstrasse mit zwei Tunnels. Diese wird in den Jahren 2013 bis 2016 gebaut. In der letzten Etappe werden dann die Bern- und Bahnhofstrasse umgestaltet und damit zu Tempo-30-Zonen. Weitere Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Nachtfahrsperren sollen zusätzlich sicherstellen, dass der Worber Dorkern vom Durchgangsverkehr verschont bleibt

Umleitung der Worble

Eng mit der Umfahrungsstrasse verknüpft ist der Hochwasserschutz: Mit neuen Rückhaltebecken in Richigen, Gerinneausbauten und der Ausscheidung von Überflutungsflächen will die Gemeinde dafür sorgen, dass die Worble bei Hochwasser nicht überflutet. Zudem will man – in Abstimmung mit der Verkehrssanierung - im Gebiet Worbboden bis 2014 ein neues, naturnahes Bachbett für die hier heute noch eingedolte Worble schaffen. (mai/sda)