Weniger Südanflüge wegen Sanierung

Weniger Südanflüge wegen Sanierung

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Ein Teil der Hauptpiste am Flughafen Basel wird wegen Baumängeln zum zweiten Mal saniert. Während der Arbeiten fallen die umstrittenen Südanflüge weg. Nun fordern die vom Fluglärm betroffenen Gemeinden, dass man die Südanflüge in diesem Jahr generell senkt.
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In Basel sollen die umstrittenen Südanflüge wegen Bauarbeiten auf 7,2 Prozent reduziert werden.
 
Auf dem Flughafen Basel EuroAirport soll die Zahl der umstrittenen Südanflüge in diesem Jahr herabgesetzt werden. Grund dafür sind Bauarbeiten. Weil nach der letzten Sanierung 2006 Risse und Unebenheiten festgestellt wurden, muss nun der nördliche Abschnitt der 3900 Meter langen und 60 Meter breiten Hauptpiste auf einer Länge von 1530 Metern erneut saniert werden. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund fünf Millionen Franken. Wie die Flughafenbetreiberin EuroAirport erklärte, soll die Piste nicht wie 2006 auf einer Breite von 15, sondern gleich auf 18 Metern saniert werden: Statt zwei 7,5 Meter breite Betonplatten werden neu vier 4,5 Meter breite Platten eingebaut. Hierfür soll der bestehende Beton abgefräst werden. Anschliessend werden die neuen Betonplatten eingebracht. Gearbeitet wird rund um die Uhr. Um den Lärm zu reduzieren, werden mobile Schutzwände aufgestellt, sagte Vizedirektor Vincent Devauchelle gegenüber den Medien. Die Bauarbeiten dauern zwei Monate.
 

„Kann Wetter nicht voraussagen“

Während der Bauarbeiten ist die Piste durchgehen gesperrt und nur noch nur noch 2370 Meter lang. Dadurch können keine grossen Flugzeuge, die beladen sind, landen oder starten. Ausserdem müssen die Instrumentenlandesysteme für die Pisten 15 und 33 ausser Betrieb gesetzt werden: das hat zur Folge, dass auch Änderungen bei den Starts und Landungen vorgenommen werden müssen und während der Sanierung die umstrittenen Südanflüge wegfallen. Die Änderungen nimmt der Gemeindeverbund Fluglärm nun zum Anlass, um eine Reduktion der umstrittenen Südanflüge auf dem Basler Flughafen in diesem Jahr auf 7,2 Prozent zu fordern. Diesen Durchschnittswert der Landungen ermittelte der Verbund in den Monaten Mai und Juni der Jahre 2008 bis 2010. Aus diesen Berechnungen ergab sich die Reduktion auf 7,2 Prozent, teilte er mit. Dem Verbund gehören zehn vom Fluglärm betroffene Gemeinden an. Flughafendirektor Jürg Rämi wollte gegenüber den Medien bisher nichts zu einer Veränderung der Quote sagen. Er könne das Wetter nicht voraussagen, so Rämi – von Süden wird der Flughafen angeflogen, wenn eine bestimmte Nordwindstärke herrscht.
 
Die Basler Generalunternehmer Glanzmann AG, die für die Sanierung verantwortlich war, zahlt im Rahmen von Garantieleistungen knapp vier Millionen Franken an die laufende Sanierung. Dies entspricht der damals sanierten Breite von 15 Metern. Die Mehrkosten trägt der Flughafen. Mit dem Einbau der Betonplatten wurde eine Zürcher Spezialfirma beauftragt. Die wichtigste Bauphase soll am 9. Juli beendet sein. (ffi/sda)