Weltraumteleskop Cheops wird gebaut

Weltraumteleskop Cheops wird gebaut

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Das Schweizer Weltraumteleskop Cheops soll den Durchmesser von Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems bestimmen. Vor 18 Monaten hat die europäische Weltraumagentur den Zuschlag gegeben, nun ist Cheops bereits baureif.

Das Weltraumteleskop Cheops (CHaracterising ExOPlanets Satellite) soll 2017 per Rakete ins All katapultiert werden, um auf der Erdumlaufbahn Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten, zu beobachten. Planeten, die auf ihrer Umlaufbahn vor dem eigenen Stern vorbeiziehen, verändern dessen Helligkeit. Cheops kann diese feinsten Variationen in der Lichtintensität wahrnehmen und aus den Daten den Durchmesser des beobachteten Planeten berechnen.

Die European Space Agency (ESA) hatte Cheops 2012 aus einer Reihe von 26 eingereichten Vorschlägen für kleine Wissenschaftsmissionen mit einer voraussichtlichen Gesamtstartmasse im Bereich von 200 Kilogramm und einer Auslegungsbetriebsdauer von 3,5 Jahren ausgewählt. Eine Reihe von ESA-Mitgliedsstaaten leisten nach wie vor massgebliche Beiträge zu Programm und Mission, wobei die Programmführung dem ESA-Gründungsmitglied Schweiz obliegt.

Aus der Schweiz kommt auch die Teleskoptechnik fürs Weltraumteleskop, genauer: aus Bern. Vor achtzehn Monaten gab die ESA grünes Licht für Cheops, nun ist es bereits baureif, wie das Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern mitteilt. Dies sei durch die guten Beziehungen des Schweizer Teams mit der Industrie und der ESA möglich geworden.

Die Grundstruktur des Teleskops liefert die Schweizer Industrie, weitere Komponenten stammen von Partnerinstituten aus Europa. Das Teleskop wird am Berner CSH zusammengebaut, getestet und geeicht. Airbus Defence and Space in Spanien baut den dazugehörenden Satelliten. (cet)