„Weiterhin Spitzenlöhne im Bauhauptgewerbe“

„Weiterhin Spitzenlöhne im Bauhauptgewerbe“

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Ein Maurer verdient 2013 in der Schweiz durchschnittlich fast 6000 Franken, ein ungelernter Hilfsarbeiter um die 4800 Franken. Dies geht aus der SBV-Lohnerhebung 2013 hervor. Sie stützt sich auf mehr als 49‘000 Lohnmeldungen und gibt Auskunft über die Löhne im Bauhauptgewerbe.
 

Die durchschnittliche Lohnerhöhung für das Baustellenpersonal im Landesmantelvertrag (LMV) betrug in diesem Jahr 0,1 Prozent. Das sieht auf den ersten Blick nach wenig aus, aber der Schweizerische Baumeisterverband (SBV), der die Lohnerhebung 2013 ausgewertet hat, hat eine Erklärung dafür.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, sei die geringe Steigerung methodisch bedingt. So fand die Erhebung in diesem Jahr im Sommer statt, nicht wie im letzten Jahr im Winter. Im Sommer, so die Autoren der Lohnerhebung, seien mehr Angestellte der tieferen Lohnklassen auf der Baustelle zu finden als im Winter, was den Durchschnittslohn drücke. Gewichte man aber die Löhne der einzelnen Lohnklassen mit den entsprechenden Anteilen der Wintererhebung 2012, so resultiere ein Plus von 0,4% beim Durchschnittslohn des LMV-Personals.

Angesichts der prognostizierten Teuerung von -0,1 Prozent für 2013 entspreche diese Steigerung einem realen Plus von 0,5 Prozent. Der monatliche LMV-Durchschnittslohn über alle Lohnklassen und Lohnzonen lag demnach bei 5707 Franken ohne Anteil am 13. Monatslohn, Spesen und Zulagen. Damit werden im Bauhauptgewerbe weiterhin Spitzenlöhne ausbezahlt, so die Mitteilung.

Erhöhung schwankt je nach Lohnklasse

Der Schweizerische Baumeisterverband konnte für seine Analyse knapp 49’000 Lohnmeldungen auswerten. Dabei habe sich auch herausgestellt, dass die Lohnerhöhungen bei den einzelnen Lohnklassen zwischen 0,2 Prozent in den Lohnklassen B und C und 0,7 Prozent bei den Maurern und Strassenbauern schwanke.

Dabei gelte auch innerhalb einer Lohnklasse: Die langjährigen, oft produktivsten Mitarbeiter mit den entsprechend hohen Löhnen gehörten auch im Winter zum Stammpersonal. Im Sommer kämen Angestellte hinzu, die etwas niedrigere Löhne aufweisen würden und von daher den Durchschnitt drückten. Gerade bei den tieferen Lohnklassen dürfte dieser Effekte spürbar sein, heisst es in der Mitteilung. (ffi/mgt)