Wasserkraft legt nur leicht zu

Wasserkraft legt nur leicht zu

Gefäss: 
Die Wasserkraft in der Schweiz hat erneut zugelegt, wenn auch nur leicht. Zu Jahresbeginn produzierten 565 grössere Kraftwerke Strom aus Wasser. Das sind acht mehr als 2012. Die erwartete jährliche Energieproduktion nahm um 0,15 Prozent zu, und beläuft sich nun auf 35'871 Gigawattstunden.
 
Die mittlere Produktionserwartung der Wasserkraftwerke ab 300 Kilowatt Leistung stieg seit dem Jahr 2000 um 4,5 Prozent. Dies geht aus der heute Dienstag publizierten Wasserkraftanlagenstatistik des Bundesamtes für Energie (BFE) hervor. Mit Wasserkraft wurden 2012 rund 59 Prozent der Elektrizität in der Schweiz produziert.
 
Mit Energiewende soll die Wasserkraft in der Schweiz markant ausgebaut werden. Allerdings machen sich Projekte in diesem Zusammenhang derzeit nur beschränkt bemerkbar: Die Anfang 2013 im Bau stehenden Anlagen sollen laut Statistik für eine zusätzliche Produktion von jährlich 190 Gigawattstunden sorgen, was einem Ausbau von 0,5 Prozent gegenüber heute entspricht. Allerdings gehören zu den Anlagen, die sich im Bau befinden, auch die zwei grossen Pumpspeicherwerke das Nant-de-Drance-Werk im Wallis und das Linthtal-Werk in Glarus. Sie sollen der Speicherung von Energie dienen und nicht der primären Produktion.
 
Rund zwei Drittel der Wasserkraftanlagen in der Schweiz entfallen - gemessen an der erwarteten jährlichen Energieproduktion - auf vier Kantone. Spitzenreiter ist Wallis (26,7 Prozent), gefolgt von Graubünden (21,8 Prozent), Tessin (9,9 Prozent) und Bern (9,2 Prozent). (mai/sda)