Warten auf Chaplin

Warten auf Chaplin

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Einmal mehr verzögert sich die Eröffnung des Charlie-Chaplin-Museums. Ursprünglich hätten seine Türen diesen Sommer öffnen sollen, dann 2013 und nun wohl erst 2014. Grund sind unter anderem fehlende Sponsoren.
 
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Die Luft von Hollywood schnuppern: Der Neubau soll an ein Filmstudio erinnern.
 
Ein Jahrzehnt ist es her, seit die Initiatoren des Museums „Chaplin’s World – the Modern Times Museum“ ihre Pläne bekannt gaben. Es soll in der Villa der Filmlegende und in einem Neubau untergebracht werden, der wie ein Filmstudio konzipiert ist. Doch das Projekt sorgte nicht überall für Begeisterung: Einsprachen von Anwohnern blockierten das ambitionierte Vorhaben. Die Baubewilligung wurde erst 2010 erteilt. Derweil scheint die finanzielle Seite noch immer nicht geklärt.
 
Einziger offizieller Sponsor der Pilgerstätte für Chaplin-Fans, für deren Architektur Chaplin-Museum-Development-SA-Präsident Philippe Meylan gleich selber verantwortlich zeichnet, ist laut „Sonntag“ der Nahrungsmittelmulti Nestlé. Auch der Kanton Waadt wollte Geld locker machen: „Wir warten auf die Zusage für ein Darlehen von 10 Millionen Franken vom Kanton“, bestätigte Meylan gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er nimmt an, dass der Tod des damaligen Wirtschaftsdirektors Jean-Claude Mermoud im vergangenen Jahr Grund für die Verzögerung ist. „Die Hälfte des Darlehens muss durch die Gemeinden gutgeheissen werden“, so Meylan. Genaueres werde man aber erst nach der Staatsratssitzung vom 14. März wissen. Bis zum Eintreffen der Kreditzusage könnten bis zu 18 Monate verstreichen. Geht alles gut, könnte das Museum 2014 eröffnet werden.
 
Das Arbeitsbudget von 55 Millionen Franken wird von Finanzinstituten, öffentlichen und privaten Sponsoren sowie von Privatpersonen und -betrieben getragen. (mai/sda)