Warten auf Calatrava in Cham

Warten auf Calatrava in Cham

Gefäss: 

Cham soll eine Brücke über die Lorze aus der Feder von Santjago Calatrava erhalten. Im Juni hätte über das Projekt an der Urne entschieden werden sollen. Doch nun wurde die Abstimmung über das Bauvorhaben verschoben.  

Ursprünglich wäre es im Kanton Zug am 14. Juni nicht nur über den teils heftig umstrittenen Stadttunnel entschieden worden. Neben dem rund 900 Millionen Franken schweren Projekt wäre es auch noch um ein viel kleineres aber verhältnismässig spektakuläres Bauvorhaben gegangen: um eine Fussgänger- und Velobrücke über die Lorze in Cham aus der Feder von Santjago Calatrava.

Für sie hatten die Stimmberechtigten bereits eine halbe Million bewilligt. Weil sie nun nach einem Entwurf des spanischen „Starchitekten“ gebaut wird, kostet das Projekt rund 245‘000 Franken mehr. Überdies braucht es mehr Baugrund. Laut einem Bericht der aktuellen Ausgabe der „Neuen Luzerner Zeitung“ (NLZ)  lässt sich das Calatrava-Werk nur  realisieren, wenn auf dem Land, das sich noch im Besitz privater Eigentümer befindet, gebaut werden kann.

Da  gemäss Zuger Sicherheits- und Verkehrschef  Markus Baumann noch nicht alle rechtlichen Abklärungen erfolgt sind und man nicht in Eile verhandeln will, wurde die Urnenabstimmung  vom 14. Juni über die Brücke vertagt. Möglicherweise könne man bei der Gemeindeversammlung im Dezember darüber abstimmen, zitiert ihn die NLZ. Ob es alternativ dazu auch zu einer Urnenabstimmung kommen könne, lasse er offen, ist weiter zu lesen. – An den zusätzlichen Kosten dürfte es im Winter nicht scheitern. „Es steht fest, dass wir diese 250'000 Franken aus Beiträgen aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes finanziert bekommen“, erklärte Baumann gegenüber der Zeitung. (mai)