Wann gekickt wird, wissen die Fussballgötter

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Die Stades de Bienne haben grünes Licht erhalten. Die Baubewilligung für den veränderten Sportstättenkomplex wurde erteilt. Somit kann die HRS Real Estate AG an dem Projekt mehrere Änderungen vornehmen.
 
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Ob für die Stades die Bienne die Sonne auf oder unter geht, scheint noch nicht ganz fest zustehen.
 
Noch vergangenen Februar sorgten die geplanten Stades de Bienne für heftige Diskussionen, weil die Stadt Biel die Kosten für das neue Stadion nachträglich hinauf gesetzt hatte (siehe dazu Artikel „Künstlich erhöhte Kosten?“ vom 24.02.2010). Mittlerweile scheinen sich die Wogen um die Stades de Bienne geglättet zu haben. Und das Projekt scheint langsam auf gutem Weg: Das Generalunternehmen HRS Real Estate AG kann an dem Projekt mehrere Änderungen vornehmen. Bieler Regierungsstatthalter Werner Könitzer hat die Baubewilligung für den veränderten Sportstättenkomplex erteilt. Bei den Änderungen geht es unter anderem darum, dass in der Mantelnutzung, die den Stadionbau finanziert, neu der Verkauf von Lebensmitteln zugelassen ist. Des Weiteren wurde die Nutzfläche verkleinert, neu dürfen auch kleinere Einheiten von minimal 1500 Quadratmetern vermietet werden. Seinen Segen hat auch das Kantonale Amt für Umweltkoordination und Energie gegeben, das die wegen der Nutzungsänderung noch einmal die Umweltverträglilchkeit des Projektes überprüfen musste.
 
Wann denn allerdings die Bagger auffahren werden, steht noch nicht fest. An der gestrigen, vom „Bieler Tagblatt“ organisierten Podiumsdiskussion zu den Stades de Bienne konnte HRS-CEO und Mitinhaber Martin Kull keinen Termin nennen. Man analysiere jetzt die Baubewilligung zuerst einmal und werde dann weiterschauen, wird er in der „Berner Zeitung“ zitiert. Er habe keinen Zweifel daran gelassen, dass die HRS hinter dem Projekt stehe, heisst es im Artikel weiter. „Wir lassen das Projekt nicht fallen“, so Kull. Schliesslich habe man einen zweistelligen Millionenbetrag in das Projekt investiert. Mit einem Investitionsvolumen sei das Projekt für Biel jedoch „gross“.
 
Ursprünglich hatte man die Baubewilligung übrigens einige Monate früher erwartet. Diesen Umstand begründet Regierungsstatthalter Könitzer mit zusätzlich eingereichten Änderungen. In dieser Zeit ist der zwischen HRS und der Stadt Biel als Landeigentümerin vereinbarte Termin für den Bauentscheid verstrichen. Darum muss er neu ausgehandelt werden. Sollte die HRS trotz allem auf das Projekt verzichten, muss sie der Stadt Biel vereinbarungsgemäss eine Entschädigung von 7 Millionen Franken bezahlen. Überdies muss die HRS der Stadt auch die Baupläne übergeben. (mai)