Wallis: Wegen Bestechungsverdacht Inhaftierte wieder frei

Wallis: Wegen Bestechungsverdacht Inhaftierte wieder frei

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Nachdem drei Personen wegen Verdachts auf Bestechung im Wallis in Untersuchungshaft genommen worden sind, sind sie wieder auf freiem Fuss. Laut Bundesanwaltschaft bestanden für zwei Mitarbeiter des Bundesamts für Strassen (Astra) und den früheren Geschäftsführer eines Bauunternehmens keine Haftgründe mehr.

Entsprechende Angaben in Berichten der "Berner Zeitung" und der Zeitung "Walliser Bote" hat die Bundesanwaltschaft gegenüber der SDA bestätigt. Die drei Personen sind im März in Untersuchungshaft genommen worden. Zwei der Beschuldigten arbeiten für das ASTRA-Büro in Visp VS. Der dritte war zum Zeitpunkt der Festnahme Geschäftsführer der Interalp Bau AG. Das Walliser Bauunternehmen stellte ihn ein paar Tage nach Festnahme frei. Nach bisherigem Wissensstand hätten zwei Astra-Mitarbeiter von Seiten des Geschäftsführers mehrmals Zuwendungen erhalten, schrieb Interalp Bau zur Freistellung. Es soll sich um Sachleistungen wie Wein oder Lebensmittel gehandelt haben.

Nach wie vor seeien die drei aus der Untersuchungshaft entlassenen Personen Beschuldigte in dem Verfahren, hielt die Bundesanwaltschaft am Freitag fest. Weitere Angaben zu dem Verfahren machte sie nicht.

Bei der Aussenstelle Visp des ASTRA nahm die Bundespolizei im Auftrag der Bundesanwaltschaft eine Hausdurchsuchung vor. Dies hatte das ASTRA im März bestätigt. (mai/sda)