Wahres und Bares für Naturschutz

Wahres und Bares für Naturschutz

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An der Swissbau wird die Stiftung «pro Aqua – pro Vita» den Umweltpreis der Schweiz verleihen. Neben dem Preis für Innovation vergibt sie auch den «Ecopreneur», einen Anerkennungspreis für Unternehmer.
 
 
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Für den Innovationspreis nominiert: Die Firma BSH Bosch und Siemens Hausgeräte mit ihrer Zeolith-Technologie für Geschirrspüler.
 
Der Umweltpreis ist mit 50 000 Franken ¬einer der höchstdotierten Umweltpreise in der Schweiz und wird alle zwei Jahre von der Stiftung «pro Aqua – pro Vita» vergeben. Der Jurypräsident Rainer Bunge zeigte sich beeindruckt von der Qualität und der Vielfalt der Eingaben. Die Palette reichte von Projekten aus der klassischen Umwelttechnik, über solche aus den Bereichen nachhaltiger Mobilität bis hin zu energiesparenden Produkten und Prozessen.
 
Die 68 Bewerbungen in der Kategorie Innovation und die zwölf Empfehlungen für den «Ecopreneur» zeigen, dass sich der Umweltpreis der Schweiz in den letzten Jahren ein hohes Ansehen in der Branche erarbeitet hat. In Bezug auf den Innovationsgrad, den konkreten Umweltnutzen und den Entwicklungsstand der Projekte hat die Fachjury drei ganz unterschiedliche Produkte und Verfahren in der Kategorie Innovation nominiert.
 
Da ist zum einen die Abwasserreinigung Kloten/Opfikon (AKO), welche mit der Produktion eines Düngers aus Abwasser gleich zwei Probleme auf elegante Weise löst: die Vernichtung von Schadstoffen und daraus die Produktion eines auf Stickstoff basierenden Wertstoffs. Zum ersten Mal kann in der Schweiz ein Teil des in dem Abwasser enthaltenen Stickstoffs wiedergewonnen und als Dünger in den Stickstoffkreislauf zurückgeführt werden. Das Endprodukt ist ein Flüssigdünger, der in der Landwirtschaft stark nachgefragt wird.
 
Dass die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten noch verbessert werden kann, zeigt die Firma BSH Bosch und Siemens Hausgeräte AG. Mit der Zeolith-Technologie in Geschirrspülern entwickelte sie eine Innovation: Das natürliche Aluminiumsilikat Zeolith wird in den Geschirrspülern als Wasserspeicher während des Trocknungsprozesses eingesetzt. In einem Spezialbehälter befindet sich etwa ein Kilogramm Zeolith. Am Ende eines Spülganges wird der in der Trocknungsphase entstehende Wasserdampf durch diesen Behälter geleitet. Das Zeolith nimmt dabei die Feuchtigkeit vollständig auf und gibt heisse, trockene Luft ab. Diese wird wieder in den Innenraum des Geschirrspülers geführt und trocknet hier das Geschirr. Zu Beginn des nächsten Spülganges wird der Zeolith durch Erhitzung regeneriert und der entstehende Wasserdampf wird zur Vorwärmung des Geschirrs verwendet. Die ¬Geräte gehören zur Effizienzklasse A+++ und damit zu den sparsamsten der Welt.
 
Der Energieeffizienz und damit der umweltfreundlichen Steuerung von Heizung, Lüftung und Klima in Gebäuden hat sich die Firma Neurobat AG verschrieben. Der von ihr entwickelte Regler senkt den Energieverbrauch und damit die Heizkosten, bei gleichzeitiger Optimierung des Wohnkomforts. Das auf einem ausgeklügelten Algorithmus basierende System lernt ständig hinzu. Es antizipiert die klimatischen Veränderungen, die thermischen Vorgaben des Gebäudes wie Isolation und Verglasung sowie das Verhalten der Bewohner. Dabei optimiert es laufend die Heizleistung. Die Technologie eignet sich für alle Heizsysteme wie Wärmepumpen, Öl-, Gas- oder Fernwärme. Praxistests haben gezeigt, dass Energieeinsparungen von 28 bis 65 Prozent möglich sind.
 
Der Umweltpreis der Schweiz wird zusätzlich in der Kategorie «Ecopreneur» vergeben. Ausgezeichnet wird ein Unternehmer, welcher durch sein nachhaltiges und langjähriges Engagement im Umweltschutz und in der Schonung natürlicher Ressourcen sichtbaren Erfolg am Markt hat. 
 
Die öffentliche Preisverleihung findet am 17. Januar um 17.30 Uhr an der Swissbau in Basel, Halle 1.2, Swissbau Focus, statt. (mgt/mh)