Wacher Geist bei schwachem Licht

Wacher Geist bei schwachem Licht

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Teaserbild-Quelle: Jeremy Jenum, flickr.com
Im Dunkeln ist gut Munkeln: Gedämpftes Licht verstärkt die Kreativität. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität in Stuttgart  und Hohenheim. Sie haben herausgefunden, dass Menschen in abgedunkelten Räumen Verständnisprobleme klar besser lösen als diejenigen in normal belichteten oder hellen Zimmern.
 
Jeremy Jenum, flickr.com
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Der Geist ist wacher, wenn das Licht schwach ist.
 
Wer in gedämpftem Licht arbeitet, fühlt sich laut den Forschern zudem frei von jeglichen Beschränkungen. Dieses Gefühl von Freiheit soll – so vermuten die Forscher –  die Kreativität ankurbeln. Allein das Vorstellen, sich in einem verdunkelten Raum zu befinden, hilft bereits zur Steigerung des Einfallsreichtums. Dieses Phänomen ist in der Psychologie als sogenannter „Priming-Effekt“ bekannt. So wird im Kino beispielsweise wird das Licht gedimmt, um die Unterhaltung zu steigern. Auch in Schulen wird eine angenehmere Atmosphäre durch einen dunkleren Raum geschaffen, sobald die Lehrer entspanntere Unterrichtseinheiten halten möchten.
 
Gegensätzlich dazu wird helles Licht mit einer genaueren, konzentrierteren und korrekteren Arbeit in Verbindung gebracht. "Das ist jedoch vielmehr eine Konditionierung als ein physiologisches Phänomen", erklärt dazu er klinische Psychologe Engelbert J. Winkler auf dem Newsportal pressetext.com. Es gebe weitere Hinweise darauf, dass je eher ein Licht der Sonne entspricht, umso mehr trage sie dem psychischen und körperlichen Wohlbefinden bei.
 
Grelles Licht bedeutet jedoch nicht immer auch eine optimierte Leistungsfähigkeit. Die Sonne wirkt sich auf die Alpha-Frequenz im Hirn aus. So ist wie Winkler ausführt beim Sonnenbaden das Licht zwar hell - die Aktivität an sich werde jedoch mit Entspannung gleichgesetzt. (mai/mgt)