Swissbau: Gemeinsam die Digitalisierung meistern

Swissbau: Gemeinsam die Digitalisierung meistern

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Teaserbild-Quelle: © MCH Messe Schweiz (Basel) AG
Gemeinsam die Digitalisierung meistern

Zum ersten Mal steht die Swissbau unter einem übergeordneten Motto. So heisst es im Januar «Collaboration - alle zusammen oder jeder für sich?». Im Zentrum steht die Digitaliserung mit ihren vielfältigen Herausforderungen für die Baubranche.

Swissbau, Messe Basel.

Wo sich die Branche trifft: an der Swissbau in der Messe Basel.

Schon immer war Zusammenarbeit wichtig. Allerdings gewinnt sie im Zuge der Digtialisierung vor allem über die bisherigen Grenzen hinweg verstärkt an Bedeutung. Die Digitalisierung verändert Branchen und Märkte grundlegend. Sie betrifft beinahe alle Wirtschaftszweige, auch die Baubranche. Schneller als erwartet sehen sich viele Unternehmen mit neuen Technologien und neuen Wettbewerbern konfrontiert. Eine Auseinandersetzung mit den bislang bewährten Formen der Zusammenarbeit wird notwendig, wenn die digitale Transformation nicht als Risiko, sondern als als Chance wahrgenommen werden soll. «Die Nutzung der Potenziale dieser neuen Vernetzungsformen hinkt in der Bauwirtschaft noch hinterher», heisst es dazu in der Medienmitteilung der Swissbau. Dies ist denn auch der Grund, weswegen sich die Swissbau heuer unter das Motto «Collaboration» stellt. Sie soll deshalb Möglichkeiten aufzeigen, wie bestehende Prozesse optimiert und neue Geschäftsmodelle, Produkte oder Dienstleistungen entwickelt werden können. So sollen die Besucher sowohl in den Ausstellungsbereichen als auch im Veranstaltungs- und Netzwerkformat «Swissbau Focus» und in der neuen Sonderschau «Swissbau Innovation Lab» einen Einblick erhalten, wie sich die Zusammenarbeit in der Schweizer Baubranche künftig gestalten könnte.

1000 Aussteller, 130000 Qudratmeter

Die Swissbau ist die grösste Baumesse der Schweiz. Heuer präsentieren rund tausend Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu den Themen Planen, Bauen sowie Nutzen und Betreiben. Im Zentrum steht der Lebenszyklus eines Bauwerks, verteilt auf die vier Ausstellungsbereiche Planung, Rohbau und Gebäudehülle, Gebäudetechnik sowie Innenausbau. Erwartet werden erneut über 100 000 Besucher, vorwiegend qualifizierte Fachleute aus den Bereichen Planung, Investment, Baugewerbe, Handel, Immobilienwirtschaft sowie private Bauherren. Sie sollen auf den 130 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche Gelegenheit für persönliche Gespräche erhalten, Informationen zu Ausstellern und Produkten finden sowie unzählige Inspirationsquellen für alle Bereiche des Bauens.

Ergänzt wird die Ausstellung von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm, oder vielmehr vom «Swissbau Focus». Konzipiert haben das Veranstaltungs- und Netzwerkformat stehen neben der Swissbau Branchenverbände, Organisationen, Hochschulen und Medien. In rund 70 Veranstaltungen wird Fachwissen vermittelt und auch diskutiert. So thematisiert etwa die Fachhochschule Luzern (HSLU) die Verbindung von BIM mit den den dynamischen Daten des Internets der Dinge (16. Januar). Daneben diskutiert der SIA mit Experten darüber, welche Herausforderungen sich für Gebäude im Zuge des Klimawandels und damit verbundener Naturgefahren stellen (17. Januar). Und um Komfort mit smartem Beton geht ein einer weiteren Veranstaltung der HSLU, an der Architekt Andrea Deplazes mit von der Partie ist (18. Januar).

Herausforderungen und Chancen

Überdies bietet die Swissbau vier eigene Veranstaltungen im Rahmen des «Focus» an. Unter dem Thema  «Die Generationen im neuen Spannungsfeld» wird der Frage nachgegangen, wie die 1980er-Jahrgänge den Arbeitsmarkt definieren. Dazu diskutieren Unternehmer und Fachleute darüber, wie sich Zusammenarbeit zwischen den Generationen in der Zukunft gestaltet. Um Veränderung geht es auch unter dem Motto «Perspektiven für den alpinen Raum»: Nachdem viele Gemeinden mit Abwanderung und deren weitreichenden Konsequenzen kämpfen, müssen sie neue Perspektive entwickeln. Mit welchen Herausforderungen dies verbunden ist, darüber diskutieren unter anderem Mario Botta und der Walliser Kantonsplaner Damian Jerjen. Dem Thema Energie widmet sich die «Focus»-Veranstaltung «Das Gebäude als Dreh- und Angelpunkt der Energiestrategie». Dabei geht es vor allem um die Umsetzung der «Energiestrategie 2050».  Der vierte und letzte «Focus» ist mit «Auf dem Weg zur totalen Vernetzung» überschrieben. Hier stehen die neuen Möglichkeiten aber auch die Gefahren die sich aus der Digitalisierung ergeben im Zentrum. (mai/mgt)

Die Docu Media an der Swissbau
Die Docu Media Schweiz GmbH, die auch das Baublatt herausgibt, ist gleich drei Mal an der Swissbau präsent: Am «Swissbau Focus» ist die Docu Media mit der Schweizer Baudokumentation vertreten, die ihr neues Magazin und das neue Architektur-Jahrbuch vorstellt (Halle1.0 / Stand F28). Im Zeichen von BIM steht das «Swissbau Innovation Lab». Hier werden die Preisträger des «Arc Award BIM 2017» präsentiert (Halle1.1/Stand L94). Das Baublatt selbst sowie die umfassende Bauobjektdatenbank der Schweiz «Infomanager» und das Batimag sind in der Halle 1.1. am Stand C171 vor Ort. (bb)