Vorläufig kein Wasserkraftwerk bei Wolfenschiessen

Vorläufig kein Wasserkraftwerk bei Wolfenschiessen

Gefäss: 
Im Titlisgebiet wollte das kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden ein Wasserkraftwerk errichten. Nun zieht es das Bewilligungsgesuch für das Projekt zurück, um es zu überarbeiten. Grund sind Forderungen von Umweltverbänden und kantonalen Bewilligungsbehörden zurück.
 
Die Umweltverbände Pro Natura und WWF Schweiz hatten gegen das Projekt Einsprache erhoben:  Sie fürchten, das geplante Kraftwerk sei nicht marktfähig, weil die Produktionskosten zu hoch seien. Zudem ist der geplante Standort im Sulzbach in der Gemeinde Wolfenschiessen laut den als Lebensraum bedeutender denn als Ort der Stromproduktion. Das Projekt werde so lange sistiert, bis die politischen Vorgaben zur Erreichung der Energiestrategie 2050 klar und die Rahmenbedingungen für die Bewilligung von Kraftwerken zur Produktion von erneuerbarer Energie kraftwerkfreundlicher ausgestaltet seien,  teilt das Elektrizitätswerk Nidwalden mit. - Die Energiestrategie 2050 des Bundes führe unweigerlich zu einem deutlich höheren Strompreis für die Endkunden.Das geplante Kleinwasserkraftwerk soll jährlich Strom für rund 300 Haushalte liefern. Das Kraftwerk sollte an gleicher Stelle gebaut werden wie das stillgelegte Kraftwerk Sulzliquelle des Sporthotels Trübsee. Das Bewilligungsgesuch für das neue Kraftwerk war vergangenen Sommer zur Konzessionserteilung beim Kanton Nidwalden und bei der Standortgemeinde Wolfenschiessen eingereicht worden. (mai/sda)